blassblaueblätter      

Christian Brugger

Nach einer mehr als 5-minütigen Sitzung der FIFA-Kommission für Nationalmannschaften hat deren Vorsitzender, Hryhorij Mychajlowytsch Surkis, ein ukrainischer Oligarch mit "blütenweißer Weste", heute, in den frühen Morgenstunden, offiziell mitgeteilt, dass man das Ergebnis des WM-Spiels von Spanien gegen Portugal (ursprünglich 1:0) abgeändert habe;...

Was das kongeniale Komiker-Duo Donald Trump & Gianni Infantilo in den letzten Tagen auf der internationalen Kabarett-Bühne aufgeführt haben, sucht seinesgleichen vergebens; der US-Präsident interveniert erfolgreich beim FIFA-Präsidenten, damit ein gesperrter Spieler der USA im WM-Viertelfinale gegen Belgien zum Einsatz kommen kann.

Nicht nur Politiker scheinen unter dem Phänomen "Eskapismus", der Flucht aus der realen Welt, zu leiden; auch Sportler bzw. deren Trainer laufen Gefahr, aus völliger Verblendung die Hände vor den eigenen Augen nicht mehr wahrnehmen zu können.

Langsam, aber sicher muss man sich ernsthaft Gedanken über den psychischen Zustand einzelner Regierungsmitglieder machen; im gleißenden Licht aller aktuellen "Wirtschafts- und Umfragedaten" betrachtet wird die sommerliche Selbstreflexion der "Regierung" zur Groteske – unsereiner könnte den Eindruck gewinnen, so manches Mitglied des Kabinetts...

Der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖFB, Josef Pröll, hat nach dem WM-Aus gegen Spanien Bilanz gezogen: "Wir haben das geschafft, was uns wichtig war – nämlich die Gruppenphase aktiv zu überstehen, selbstbestimmt und nicht durch Zufall".

Aus und vorbei

03.07.2026

Österreich war im gestrigen Spiel bei der WM gegen Spanien nicht nur plan- und chancenlos, sondern "La Furia Roja" in allen nur denkbaren Belangen unterlegen.

Es kommt selten vor, dass das ganze Land gleichsam gleichzeitig einem ganz bestimmten Ereignis entgegenfiebert; und heute ist so ein Tag; Österreich wartet auf den Anpfiff des WM-Spiels gegen Spanien und alle hoffen darauf, dass Alaba, Laimer & Co der große "Wurf" gelingt.

Als wäre das authentisch-legendäre "I wear narrisch" von Edi Finger bei der WM 1978 in Argentinien nicht bereits gut genug, sehen wir uns seit dem 28.06.2026 mit einer neuen, national-komparativen Form des jubelnden Gebrülls konfrontiert.

Die WM der "Superlative" befindet sich in der entscheidenden Phase; es liegen bereits 72 "Gruppenspiele" hinter uns – in der, man kann es nicht anders bezeichnen, "Aufwärmrunde" dieser WM haben damit bereits mehr Spiele stattgefunden als bei der gesamten Winter-WM in Katar.