Sport

100 Spiele liegen bei der heutigen Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko bereits hinter uns, die entscheiden 4 Begegnungen stehen noch bevor; damit hat der "Final Countdown" begonnen, das Ringen um den WM-Titel, die "Torjägerkrone" und die Beantwortung der Frage, wer sich "bester Spieler" der WM nennen darf.

Was das kongeniale Komiker-Duo Donald Trump & Gianni Infantilo in den letzten Tagen auf der internationalen Kabarett-Bühne aufgeführt haben, sucht seinesgleichen vergebens; der US-Präsident interveniert erfolgreich beim FIFA-Präsidenten, damit ein gesperrter Spieler der USA im WM-Viertelfinale gegen Belgien zum Einsatz kommen kann.

Nicht nur Politiker scheinen unter dem Phänomen "Eskapismus", der Flucht aus der realen Welt, zu leiden; auch Sportler bzw. deren Trainer laufen Gefahr, aus völliger Verblendung die Hände vor den eigenen Augen nicht mehr wahrnehmen zu können.

Aus und vorbei

03.07.2026

Österreich war im gestrigen Spiel bei der WM gegen Spanien nicht nur plan- und chancenlos, sondern "La Furia Roja" in allen nur denkbaren Belangen unterlegen.

Es kommt selten vor, dass das ganze Land gleichsam gleichzeitig einem ganz bestimmten Ereignis entgegenfiebert; und heute ist so ein Tag; Österreich wartet auf den Anpfiff des WM-Spiels gegen Spanien und alle hoffen darauf, dass Alaba, Laimer & Co der große "Wurf" gelingt.

Die WM der "Superlative" befindet sich in der entscheidenden Phase; es liegen bereits 72 "Gruppenspiele" hinter uns – in der, man kann es nicht anders bezeichnen, "Aufwärmrunde" dieser WM haben damit bereits mehr Spiele stattgefunden als bei der gesamten Winter-WM in Katar.

Ein "1/16-tel Finale" hat es noch bei keiner einzigen der bisherigen 22 Fußball-Weltmeisterschaften gegeben; diese "Premiere" verdanken wir der Tatsache, dass die FIFA die Anzahl teilnehmender Länder von 32 auf 48 erhöht hat, in 12 Gruppen zu je 4 Mannschaften gespielt wird und sogar die 8 besten Gruppendritten "aufsteigen" und die K.o.-Phase...

Was sich das ÖFB-Team im Entscheidungsspiel heute gegen Algerien an Unzulänglichkeiten geleistet hat, ist – trotz des unverdienten "Happy Ends" – eine Schande; wer zweimal in Führung geht und sich wenige Minuten später ausspielen lässt, wie eine Schülermannschaft, der sollte sich mit der Frage beschäftigen, wie ernst es ihm ist, bei einer WM...

Wir erinnern uns: Noch vor ein paar Wochen, die WM in den USA, Kanada und Mexiko hatte noch gar nicht begonnen, stand für den ÖFB, den Teamchef sowie dessen Spieler fest, dass man zumindest, um von einem Erfolg sprechen zu können, das Achtelfinale dieser, mit 48 teilnehmenden Nationen zu einer XXL-Show aufgeblähten, WM erreichen müsste; einen Tag...

Die heimischen Kicker sollten schön langsam "in die Gänge" kommen, sonst droht bereits nach der Gruppenphase das WM-Aus; nun steht das ÖFB-Team gegen Algerien gehörig unter Druck …