2-1-0 – der Countdown läuft
Sobald ein ÖVP-Politiker irgendwo in Erscheinung tritt, wird die "berühmt berüchtigte" Stocker-Formel bemüht; des "Kanzlers-Zauberformel" gilt den Türkisen eigendefinitionsgemäß als konkretes wirtschaftliches Ziel für 2026: Maximal 2% Inflation, mindestens 1% Wirtschaftswachstum und 0 Toleranz gegenüber jenen, die Demokratie und Gesellschaft gefährden.
Das Problem bei dieser "Zauberformel" ist nur, dass sie rein volkswirtschaftlich betrachtet Österreichs "Todesurteil" darstellt; selbst die Dümmsten wissen was passiert, wenn die Inflation höher ist als das Wirtschaftswachstum:
- die reale Kaufkraft der ÖsterreicherInnen sinkt
- Investitionen werden unsicherer
- es droht eine weitere Stagflation
- die Wettbewerbsfähigkeit sinkt
- die Unternehmensgewinne stagnieren
- die Wirtschaft wird belastet, Schuldner profitieren und die Sparer verlieren weiterhin ihr hart verdientes bzw. erarbeitetes Geld
- die Arbeitslosigkeit steigt
Mit diesem "wirtschaftspolitischen Unsinn" wollen also Stocker & Co die Wirtschaft beleben, die Bevölkerung entlasten und für "gute Stimmung" im Land sorgen – ist das ernst gemeint, wenn die ÖVP den Staatsbankrott als parteipolitische Zielrichtung definiert?
Wem immer dieser Schwachsinn eingefallen ist, möge öffentlich erklären, was das Ergebnis sein soll, sofern man die "Stocker-Formel" anwendet.
Es gibt namhafte Experten, die sich ob ihrer Skurrilität über die "Stocker-Formel" nicht mehr echauffieren, sondern lustig machen; so ist von der "Agenda Austria" zu hören: "Die wirtschaftliche Lage hat sich seit Amtsantritt des Kabinetts Christian Stocker nicht wirklich gebessert. Sie hat sich auch nicht stabilisiert, sie hat sich verschlechtert. Aus dem "2-1-0"-Ziel (Zwei Prozent Inflation, ein Prozent Wachstum, null Toleranz gegenüber jenen, die unsere Gesellschaft ablehnen) wurde eine "5-4-0"-Wirklichkeit: Fünf Prozent Defizit, vier Prozent Inflation, null Prozent Wachstum".
Mancherorts ist, unabhängig vom Befund der "Agenda Austria" und anderer namhafter Experten, allerdings die Rede davon, es wäre "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen – die Antwort der "Agenda Austria" darauf allerdings spricht Bände: "Möglicherweise kommt dieses Licht aber nicht von der Sonne, sondern von den Scheinwerfern des entgegenkommenden Schnellzugs".
In wenigen Monaten werden wir zu sehen bekommen, welches Ergebnis die türkise "Zauberformel" zeitigt; Tatsache wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein, dass die Inflation am Ende des Jahres 2026 immer noch wesentlich höher ist als das Wirtschaftswachstum; solange es nicht gelingt, das zu ändern, wird sich weder an der Stimmung im Land etwas ändern, noch kann es den dafür Verantwortlichen gelingen, das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu erlangen.
Die "saublöde" Ausrede, man habe das ganze Schlamassel der Türkis-Grünen Regierung zu verdanken kann niemand mehr hören; die Staatsausgaben waren 2025 sogar noch höher als 2024 – die heimische Regierung jammert nur und leistet nichts; sofern es nicht gelingt, die Staatsausgaben drastisch zu reduzieren, wird Österreich aus seinem wirtschaftlichen Dilemma nicht herauskommen.
Die jetzige Regierung ist, wie auch ihre Vorgängerin, nicht einmal ansatzweise dazu bereit das zu tun, was zu tun wäre; man lobt sich viel lieber in den täglichen Pressekonferenzen nur selbst; Selbstverständlichkeiten werden "großgeredet" und mit homöopathischen Dosen der untaugliche Versuch unternommen, das Volk zu beruhigen – und am Ende des Tages wundern sich die Politiker sogar noch, dass ihnen von den eigenen Staatsbürgern ausgerichtet wird, sie wären nicht nur unfähig, sondern zum Regieren schlicht zu blöd.
Der Befund der Bevölkerung dürfte so falsch nicht sein - man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein Großteil der Regierungsmitglieder allein schon intellektuell nicht in der Lage ist, übertragene Aufgaben entsprechend abzuarbeiten bzw. zu erledigen; immer wieder verfällt man in den einzelnen Ministerien dem Irrtum, mit Banalitäten oder Orchideenthemen punkten und mediale Aufmerksamkeit erlangen zu können; an diesem politischen "Schwachsinn" ist das Volk allerdings nicht interessiert; die Staatsbürger erwarten sich von gut bezahlten Politikern berechtigterweise Qualitätsarbeit - das, was zahlreiche Mitglieder dieser Bundesregierung an "Arbeit" abliefern, ist jedem X-Beliebigen zuzutrauen.
Chr. Brugger
08/01/2026
