25 Tage bis Mailand / Cortina

12.01.2026

25 Tage vor Beginn der olympischen Winterspiele ist es an der Zeit, sich mit der momentanen Form der heimischen AthletInnen zu beschäftigen; wer jetzt noch nicht reüssieren kann, von dem wird das auch in Mailand & Cortina d `Ampezzo nicht zu erwarten sein.

In "Hochform" befinden sich neben unseren "Adlern" (Johannes Hörl, Stefan Embacher, Daniel Tschofenig, Stefan Kraft & Lisa Eder) auch die nordischen Kombinierer rund um Johannes Lamparter; es grenzte schon an ein sportliches Wunder, würden unsere "Nordischen" nicht gleich mehrere Olympia-Medaillen "ergattern".

Quelle: https://mailandcortina2026.provinz.bz.it/austragungsorte/

Sehr gut in Form sind auch die beiden LangläuferInnen Teresa Stadlober & Mika Vermeulen; für beide Olympia-"Fixstarter" sind, obwohl die Konkurrenz speziell in dieser Sportart ungleich größer ist, Medaillen nicht außer Reichweite; beide haben heuer bereits im Weltcup bewiesen, dass sie absolut konkurrenzfähig sind.

Problematisch wird es im Biathlon: Simon Eder, David Komatz & Co sind, so ehrlich muss man sein, nicht konkurrenzfähig; und bei den Damen ist außer Lisa Hauser ebenfalls "kein Land" in Sicht; eine Medaille von Hauser wäre, trotz Weltcup-Sieg beim Verfolgungsrennen in Östersund, dennoch eine Sensation.

Positiver kann man sicherlich in das "Cortina Sliding Center Eugenio Monti" blicken, in dem die Bob-, Rodel- und Skeleton-Bewerbe stattfinden; vor allem von unseren RodlerInnen (Selina Egle, Lara Kipp, Hannah Prock, David & Nico Gleirscher, Jonas Müller, Thomas Steu, Wolfgang Kindl, Yannik Müller u. Armin Frauscher) sind mehrere Medaillen erwartbar; im Skeleton zählt Janine Flock ebenso zum erweiterten Kreis der Favoritinnen wie Katrin Beierl und Christania Williams im Mono- bzw. Zweierbob.

Traditionelle "Medaillenlieferanten" sind die alpinen SkirennläuferInnen; im RTL der Damen ist Julia Scheib die absolute Top-Favoritin und auch von Cornelia Hütter kann man sich zumindest im Super-G eine Medaille erwarten; bei den Herren ist für Vincent Kriechmayr (Super-G) sowie Marco Schwarz (Super-G u. RTL) eine Platzierung unter den "Top 3" absolut im Bereich des Möglichen; aber auch in der Team-Kombination scheinen Medaillen jederzeit möglich; zudem sind vor allem im Bereich der Alpinen immer wieder Überraschungen möglich; es ist nicht ausgeschlossen, dass beispielsweise auch Manuel Feller oder Raphael Haaser, Stefan Brennsteiner bzw. Mirjam Puchner unverhofft zu olympischen Ehren kommen.

Quelle: https://www.sportschau.de/olympia/die-austragungsorte-der-olympischen-winterspiele-2026,austragungsorte-olympia-2026-100.html

Medaillen-Garanten sind regelmäßig auch die Snowboarder; Benjamin Karl, Sabine Payer & Co sind jederzeit für "Alles" gut genug.

Im Freestyle-Skiing ist Anna-Maria Gasser (Big Air) nicht nur Titelverteidigerin, sondern auch die klare Favoritin; im Ski-Cross sollte man zumindest Johannes Aujesky auf der "Rechnung" haben; beim erstmals ausgetragenen Skibergsteigen haben Johanna Hiemer und Paul Verbnjak nur Außenseiterchancen.

Die einzige Teilnehmerin bei den olympischen Eiskunstlaufbewerben wird Olga Mikutina sein; bei ihr wird das Ziel "dabei sein ist alles" lauten; dasselbe gilt für Nicolas Andermann bei den Short-Track-Bewerben sowie für unsere EisschnellläuferInnen Vanessa Herzog, Jeannine Rosner, Alexander Farthofer und Gabriel Odor.

Im Curling und beim Eishockey ist Österreich leider nicht vertreten.

Vorbehaltlich gravierender Änderungen bei leistungsrelevanten Umständen (Verletzungen, Krankheiten, Dopingsperren, Materialprobleme etc.) dürfen sich die ÖsterreicherInnen von ihren Wintersportlern durchaus zahlreiche Medaillen erwarten; klar dürfte aber schon jetzt sein, dass wir das Ergebnis der beiden erfolgreichsten olympischen Winterspiele (Turin 2006 & Albertville 1992) nicht erreichen können; in Turin gab es 23 Medaillen (9/7/7) und in Albertville 21 Medaillen (6/7/8) zu bejubeln; 2026 werden wir ganz sicher etwas "bescheidener" abschneiden.

15 – 19 Medaillen sind für Österreich aber jedenfalls Pflicht; immerhin gibt es 2026 bereits 116 Wettbewerbe, während es 2006 noch 84 und 1992 nur 57 waren; Tatsache ist also, dass sich seit Albertville die Anzahl die Bewerbe mehr als verdoppelt hat – ob das auch für Österreichs Medaillen zutrifft, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Chr. Brugger

12/01/2026