Besuchen Sie Europa …

03.03.2026

Das Totalversagen europäischer und österreichischer Politiker, vor allem wenn es um "Krisen" geht, gehört gewissermaßen seit Jahrzehnten zum gewohnt "guten Ton" und die Bevölkerung kann dagegen, wenn überhaupt, nur bedingt etwas tun; Demokratien haben es blöderweise so an sich, dass die Frage, wer für die Beantwortung relevanter Fragen im internationalen Spannungsfeld verantwortlich sein soll, nur alle paar Jahre gestellt bzw. beantwortet wird.

Nun haben die europäischen Politiker schon in der Corona-Pandemie so ziemlich alles falsch gemacht, was es falsch zu machen gab; im Krieg Russlands gegen die Ukraine verhalten sich von der Leyen & Co keinen Funken weniger dämlich; im Krieg Israels gegen die Hamas im Gaza-Streifen, respektive in ganz Palästina, waren unsere demokratisch gewählten Vertreter ebenfalls nur willfährige Claqueure für den jüdischen Staatsaktionismus und jetzt, wo die USA & Israel den Iran und dessen Bevölkerung in Schutt und Asche legen, verurteilt man plötzlich nicht mehr den Aggressor, sondern, das ist der Unterschied zum Krieg in der Ukraine, das völkerrechtswidrig angegriffene Land.

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Diejenigen also, die im Fall der Ukraine das Völkerrecht gebetmühlenartig bemühen, treten es im Falle des Iran mit Füßen; denn im Fall des Iran, so die "umwerfend vertrottelte" Logik, wären die Vorzeichen ganz andere und gleichsam "jedermann", der sich dazu in der Lage fühlt, dazu berechtigt, die dort bestehenden, staatlichen Strukturen im Namen der Menschenrechte & westlichen Werte auch mit Waffengewalt zu zerstören – Kollateralschäden wären, wie bereits im Gaza-Streifen, ganz einfach hinzunehmen.

Die halbseidenen europäischen Politiker, militärisch wie strategisch nichts anderes als eine Ansammlung von an Inkompetenz kaum zu überbietenden Naivlingen, bemühen, etwas anderes fällt ihnen dazu ja nicht ein, just jenes Völkerrecht, dessen "Benefizien" sie allerdings dem Iran verweigern.

Sie fordern im Verbund ihrer hauseigenen, geistig-verkommenen Niederungen eine "Deeskalation" und eine Rückkehr auf dem Pfad der ach so tugendhaften Diplomatie, die allerdings bei den letzten kriegerischen Auseinandersetzungen ihren Dienst verweigert hat.

Nun kann man durchaus die Ansicht vertreten, das iranische Regime gehörte vernichtet, die IranerInnen "befreit" und jene Gräuel beendet, mit denen die Mullahs ihre eigene Bevölkerung seit Jahrzehnten terrorisieren.

Eine diktatorisch agierende Theokratie sollte heutzutage, auch dieser Gedanke ist legitim, ausgedient und auf diesem Planeten keine Zukunft mehr haben.

Wer dieser hehren "Weltverbesserungsfantasie" im Sinne einer flächendeckend globalen Demokratisierung anhängt, müsste sich aber anders verhalten und vor allem anders handeln; es wird, wie im Falle Europas, zu wenig sein, den Krieg der USA & Israels gegen den Iran gutzuheißen und darauf zu hoffen, dass die Ermordung der politisch-religiösen Eliten dem Land dessen eigene Befreiung ermöglicht.

Allein, zumindest die USA hat kein wie immer geartetes Interesse daran, den Iran zu demokratisieren; wirtschaftliche Zusammenarbeit ist mit Despoten ja wesentlich einfach als mit demokratisch gewählten Volksvertretern; ein paar Millionen "Schmiergeld" damit Öl & Gas eben wie geschmiert die jeweiligen Häfen wechseln oder durch die, speziell für sie vorgesehenen, Pipelines fließen.

Quelle: https://orf.at/stories/3397516/

Auch die von Trump so geliebten "Deals" sind mit Diktatoren viel leichter "über die Bühne" zu bringen; man müsste sich als europäischer Politiker nur die Mühe machen, in die Ukraine oder nach Venezuela zu blicken; dann würde selbst die "Blinden" sehen und im besten Fall sogar einsehen, dass es Donald Trump nicht um die "europäischen" Werte, das Völkerrecht oder gar quasi-demokratische Strukturen geht, sondern ausschließlich ökonomische Interessen sein Handeln bestimmen.

Ob der Krieg in der Ukraine noch 2 oder 10 Jahre dauert, ist Trump einerlei; je länger der Krieg dort dauert, desto vorteilhafter ist das für die USA; militärisch sind sowohl die EU als auch die Ukraine von den US-Amerikanern abhängig wie ein Drogenabhängiger von seinem Lieferanten und Russland fällt zumindest für die Dauer dieses Krieges als ernst zu nehmender politischer Kontrahent aus.

Quelle: https://orf.at/stories/3421958/

Zudem sind die USA dasjenige Land, das weltweit am meisten Erdöl produziert; in der militärisch erzwungenen "Kooperation" mit Venezuela wird die USA diese Vormachtstellung noch weiter ausbauen und daher, vor dem Hintergrund der momentanen Situation rund um den Iran, den Preis auch am Weltmarkt bestimmen.
Damit steht der größte Verlierer des Krieges im Iran längst fest; es werden, etwas anderes wäre auch nicht zu erwarten gewesen, wieder einmal die dummen Europäer sein, die die von den USA & Israel eingebrockte Suppe auslöffeln dürfen – und dafür sind die europäischen Politiker Trump & Netanjahu auch noch dankbar, freuen sich über den Krieg und bewundern sogar die chirurgische "Präzision", mit der man die Führungsetage eines souveränen Staates ermordet und damit einem längerfristig andauernden Flächenbrand im arabischen Raum alle Türen und Tore geöffnet hat.

Dank von der Leyen, Merz, Macron & Co werden die Länder der EU recht bald einsehen müssen, wie groß der durch ihre Ignoranz des Faktischen angerichtete Schade sein wird; mit von der "Partie" sind aber auch die Mitglieder der letzten sowie der aktuellen österreichischen Bundesregierung; wem das russische Öl und Gas so "fremd" geworden ist, dass er sich bei den USA sowie den Kataris "eindeckt", darf sich nicht verwundert die Augen reiben, wenn das eintritt, was jetzt im Iran der Fall ist; seit dem zweiten Amtsantritt Trumps war vollkommen klar, dass das so kommen wird …

Geradezu "putzig" äußerst sich unser 82-jähriger "Hofnarr" zu den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten: "Aber wir werden damit schon fertig werden" – sprachs, drehte sich um und ging.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/06/Pershing_II_PC022206C.png

Bei solchen Politikern muss man zwangsläufig an den Geiersturzflug Song-Text "Besuchen Sie Europa, solange es noch steht" denken; inspiriert war dieser Song übrigens vom sog. "Doppelbeschluß der NATO" vom 12.12.1979, in dem sich der "Westen" dazu entschieden hat, seine militärische Präsenz gegenüber dem "Feind" Russland massiv zu verstärken und Raketen vom Typ Pershing II, die mit Nuklear-Sprengköpfen bestückbar waren, vermehrt in Westeuropa zu stationieren.

Chr. Brugger

03/03/2026