Blümchendiplomatie & Gänseblümchenpolitik
Sofern jemand die hohe, weibliche Dreifaltigkeit der europäischen "Außen- und Sicherheitspolitik" noch ernst nimmt und bereit ist, deren Äußerungen zum Angriffskrieg der USA & Israels zu lesen, wird rasch erkennen, dass damit für den Krieg im Nahen bzw. Mittleren Osten nichts zu gewinnen ist.
"Wir brauchen Raum für Diplomatie. Alle Beteiligten sind aufgefordert, das Völkerrecht einzuhalten und Konflikte im Rahmen der Vereinten Nationen zu lösen. Wie in der Vergangenheit steht Österreich als Ort für Verhandlungen jederzeit zur Verfügung" meint unsere "Außenbeauftrage" und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.

Quelle: https://orf.at/stories/3387935/
Nicht minder dümmlich-naiv äußert sich das bundesdeutsche Ausnahmetalent für äußere Angelegenheiten, die Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Annalena Baerbock: "Ich verurteile die äußerst gefährliche militärische Eskalation im Nahen Osten. Die Charta der Vereinten Nationen ist eindeutig: Alle Mitgliedstaaten müssen ihre internationalen Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln so beilegen, dass der internationale Frieden und die internationale Sicherheit sowie die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden. Sie müssen sich in ihren internationalen Beziehungen der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates oder in einer anderen Weise, die mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbar ist, enthalten. Ich fordere die Vereinigten Staaten, Israel und den Iran auf, die Lage zu deeskalieren, die Nachbarländer nicht in diesen Konflikt hineinzuziehen und zu Diplomatie und Verhandlungen zurückzukehren".

Quelle: https://dietagespresse.com/nach-trumps-wahlsieg-eu-nimmt-russisch-als-amtssprache-auf/
Zu guter Letzt darf man von Kaja Kallas, der EU-Außenbeauftragten bzw. Vizepräsidentin in der Kommission von der Leyen II., u.a. vernehmen, "wir fordern maximale Zurückhaltung, Schutz der Zivilbevölkerung und volle Achtung des Völkerrechts, einschließlich der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts".
Ganz ehrlich, meine lieben Damen: Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass das Völkerrecht kaum noch jemanden interessiert, die Vereinten Nationen längst ihrer einstigen Größe nicht mehr gerecht werden und für den Frieden in der Welt nichts mehr leisten können und Sie sich Ihre Vanilla-Floskeln "einrexen" können?
Das feminine Trio-Infernale, durch die nichtssagend altklugen Äußerungen Ursula von der Leyens zu einem Kleeblatt der Impertinenz komplettiert, erwähnt mit keinem einzigen Wort, dass ihr hochgelobtes & vielstrapaziertes Völkerrecht die Ermordung des Staatsoberhauptes eines souveränen Staates ganz einfach nicht "hergibt"; wer immer Ali Chamenei gewesen sein oder was er getan haben mag – seine absichtliche, von langer Hand geplante, Tötung ist durch nichts zu rechtfertigen.

Quelle: https://x.com/UNGeneva/status/2026265984512716916/photo/1
"Der Tod von Ayatollah Ali Khamenei öffnet ein Fenster für die iranische Bevölkerung, die viel zu lange unter dem brutalen Mullah-Regime gelitten hat. Jetzt muss die Gewaltspirale enden, damit der Nahe Osten endlich zu Stabilität und Frieden findet" meint Meinl-Reisinger; die Antwort auf die Frage, wie ein friedlicher "Regimewechsel" durch die Hintertüre stattfinden soll, bleibt sie allerdings, wie all die anderen "Friedenengel", schuldig; auch die Frage, was denn die EU zu einer Deeskalation vor Ort konkret beitragen könnte, bleibt unbeantwortet.
Friedenszurufe und Gesprächsaufforderungen von Europa aus sind nicht nur überflüssig, sondern stellen einmal mehr unter Beweis, wie heil- und hilflos überfordert die Europäer samt Vereinten Nationen im Umgang mit Kriegen tatsächlich sind; diese beiden Institutionen sind im Ernstfall nichts wert und haben keinen, wie immer gearteten, Einfluss auf das Weltgeschehen.
Chr. Brugger
02/03/2026
