Christian Stocker ist wieder da
Nach mehr als 4-wöchiger Abstinenz hat man nach der heutigen Pressekonferenz von Christian Stocker nicht den Eindruck, er wäre in den letzten Wochen jemandem abgegangen; es ist alles, wie es war – außer Ankündigungen ist von Stocker nichts zu hören; diejenigen, die sich einen "Neustart" oder zumindest eine klare "Ansage" erwartet hätten, müssen enttäuscht sein; es war bloß das übliche bzw. bekannte Blabla, mit dem Stocker die anwesenden Journalisten beehrt hat; diese Inszenierung hätte er sich ebenso gut sparen können.

Quelle: https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/20342721/wie-krank-ist-der-kanzler
Hermann Fröschl stellt in den "Salzburger Nachrichten" die entscheidende Frage: "Ist diese Regierung mit ihrem Latein bereits am Ende?" – Ja, muss die Antwort wohl lauten; von dieser Regierung ist nichts mehr zu erwarten; sie ist nicht bloß mit ihrem "Latein" am Ende, sie hat sich desavouiert und damit selbst abgeschafft.
Wie in Österreich politisch herumgefuhrwerkt wird, ist schlicht unerträglich; ein führungsloser Haufen ohne Ideen und Visionen; wenn der Kanzler wochenlang ausfällt, fällt das nicht einmal auf, der Vizekanzler irrt völlig planlos durch die Gegend und stolpert von einer Peinlichkeit zur nächsten und die Außenministerin tourt ohne jedes Ergebnis in der Weltgeschichte umher; wäre man nicht mit der Realität konfrontiert, wähnten sich die Bürger dieses Landes vermutlich in einem drittklassigen Kabarett.

Quelle: https://orf.at/stories/3412646/
Dächte man sich Stocker, Babler & Meinl-Reisinger weg, änderte sich nichts; wer es zustande bringt, nahezu 11 Monate lang politisch unter dem Radar zu fliegen und absolut nichts zustande zu bringen, dafür aber fürstlich bezahlt wird, muss in seinem Leben einiges richtig gemacht haben; mir ist kein Beruf bekannt, in dem man ohne jede Leistung etwas bezahlt bekäme – schon gar nicht mehr als € 20.000,00 monatlich und das gleich vierzehnmal pro Jahr.
Über den Inhalt der heutigen Pressekonferenz von Christian Stocker kann man schon deshalb nichts schreiben, weil er in Wahrheit gar nichts gesagt hat; Plattitüden gehören scheinbar zum Standard-Repertoire der "regierenden" Politiker; sein "4-Punkte-Plan" ist eine Wiederholung dessen, was bereits in den letzten Wochen avisiert wurde - die konkrete Umsetzung bleibt auch Stocker schuldig.
Am Vormittag haben sich anlässlich des wöchentlichen "Ministranten-Rates" Eva-Maria Holzleitner, Claudia Plakolm & Christoph Wiederkehr zu Wort gemeldet; es wurde der "Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen" präsentiert und betont, wie wichtig es wäre, demnächst entsprechende Konzepte zu entwickeln; eine Reform des Sexualstrafrechts wurde beispielsweise erst für Mitte des nächsten Jahres angekündigt.

Quelle: https://www.neue.at/allgemein/2023/04/25/solidarisch-mit-den-frauen-in-der-partei.neue</p>
Chapeau kann man als Staatsbürger nur sagen, Chapeau; nach rund 11 Monaten teilt uns die Familienministrantin mit, dass man an "Konzepten" arbeiten wolle; das ist fürwahr eine "Erfolgsbilanz" Holzleitners, die, wäre das gesetzlich zulässig, jedenfalls eine Gehaltserhöhung rechtfertigte; unglaublich, was eine rote Ministrantin in weniger als einem Jahr zustande gebracht hat – mir fehlen, was selten vorkommt, die Worte.
Holzleitner ist bislang nur dadurch aufgefallen, dass sie eben nicht aufgefallen oder öffentlich in Erscheinung getreten ist – an diesem "Erfolgsrezept" sollte sie jedenfalls nichts ändern …
Chr. Brugger
26/11/2025
