Das „Sittenbild“ der ÖVP

31.10.2025

"Wögingers "Gerade noch"-Diversion: Die ÖVP hat sich verkalkuliert" schreibt das "Profil"; es sei "eine Angelegenheit, die das Zeug hat, das Vertrauen in den heimischen Rechtsstaat gleich an mehreren zu beschädigen. Vom politischen System ganz zu schweigen. Und das liegt wohl nicht zuletzt am Verhalten der ÖVP und ihres Obmanns, Bundeskanzler Christian Stocker."

Quelle: https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/wögingers-gerade-noch-diversion-die-övp-hat-sich-verkalkuliert/ar

Nicht erst seit der "Causa Wöginger" könnte der "gelernte" Österreicher den Eindruck haben, in der ÖVP hantierten an den wichtigsten Schalthebeln der Macht "Kreaturen" herum, die dort schon rein anstands- und charaktermäßig nicht das Geringste verloren hätten; die problematischen "Fälle" sind dabei ohnedies hinlänglich bekannt; man muss daher nicht noch einmal die ganzen Schweinereien erwähnen bzw. die Archive bemühen; und es dürfte einen Grund dafür geben, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft immer noch in einem Verfahren "ermittelt", das sich nach dem VbVG sogar gegen die gesamte ÖVP richtet.

Insofern ist es wenig überraschend, dass selbst Peter Filzmaier, an und für sich für seine nüchternen Politbefunde bekannt, vor einigen Tagen mit der Aussage, die Vertrauenswerte der Regierenden seien "unter jeder Sau" hat aufhorchen lassen; hauptverantwortlich dafür zeichnet jedenfalls die Volkspartei, die seit nahezu 4 Jahrzehnten durchgehend "mitregiert" und von einem "Skandal" zum nächsten torkelt.

Quelle: https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/20195925/ist-fuer-die-oevp-wirklich-schon-alles-erledigt

Die nicht enden wollenden ÖVP-"Schweinereien" sind einer der Hauptgründe, warum das Volk Politikern immer weniger vertraut und in ihnen sowohl das Übel an sich als auch die Verantwortlichen für den desaströsen Zustand einer einst recht respektablen Republik sieht; wenn Stocker und seine ÖVP bei den Vertrauenswerten unter 20% herumtaumeln, ist das der sichtbare Beweis dafür, dass man mit Machtmissbrauch längst keine Wahlen mehr gewinnt und rechtswidriges Verhalten nicht länger goutiert wird; das hält die ÖVP dennoch nicht davon ab, den "guten alten Zeiten" zu huldigen und so zu tun, als wäre in ihrer Parteivergangenheit nichts geschehen.

Zuletzt ist eben August Wöginger "aufgeflogen"; jener Wöginger, der als Klubobmann der ÖVP im Nationalrat keine Gelegenheit auslässt, alle anderen immer dann "schlecht zu machen", wenn sie die ÖVP nicht eben für ihre eigenen politischen "Gaunereien" benötigt; das ÖVP-System ist immanent: Ziel war und ist es stets, auch den bzw. die jeweiligen Koalitionspartner zu schädigen, wo immer es möglich ist; seit nahezu vier Jahrzehnten führt, bedingt durch die völlig schwachsinnige wie demokratieverachtende "Vranitzky-Doktrin" der SPÖ, an der ÖVP kein Weg in eine Regierung vorbei; und genau so verhalten sich die jeweiligen Protagonisten: Rücksichtslos, schäbig wie dummdreist und selbst vor rechtswidrigem Verhalten scheut man nicht zurück; ganz im Gegenteil: Der Staat wird ausgepresst wie ein Zitrone, Posten werden nach parteilichem Belieben verschachert, vor Wahlen wird "betrogen" und "gelogen" und wenn etwas schiefgeht sind immer alle anderen schuld …

Quelle: https://www.diepresse.com/19355487/politikberater-internationale-kritik-hat-bei-oevp-eindruck-hinterlassen

Selbstreflexion oder Verantwortungsbewusstsein sind der ÖVP völlig fremd, Leistung wird immer nur von allen anderen verlangt und auch mit der Bildung ist es bei den Türkisen nicht weit her; jeder Dodel erhält dort, sofern er bloß über ein "Parteibuch" verfügt, einen Posten; was jemand kann oder zu leisten imstande ist hat keinerlei Bedeutung – Hauptsache verkommen bis ins Mark und schon ist man "wer"; und so sehen dann auch die jeweiligen Regierungen aus: Minister mit Sonderschulreife & ahnungslose Staatssekretäre zieren die Regierungsbank, geistige "Tiefflieger", soweit das Auge reicht; beim Großteil der türkisen Regierungsmannschaft fährt der Lift nicht bis in den letzten Stock; dazu gesellen sich dann auch noch solche Figuren wie ein Thomas Schmidt oder Sebastian Kurz, deren Chat-Verläufe auf niedrigste Instinkte schließen lassen; Kurz galt in der ÖVP als "Heiliger" oder "der Erlöser" – tatsächlich war er nur abartig machtbesessen, ein charakterloses Würstchen mit morbidem Hang zur Selbstdarstellung und selbstverliebt wie ein balzender Pfau.

Quelle: https://kontrast.at/thomas-schmid-sebastian-kurz-oebag/

Durch die ungustiöse "Causa Gust" wird zumindest klar, dass Justizministerin Anna Sporrer im Fingernagel ihres kleinen Fingers an der linken Hand mehr Charakter hat als die gesamte Regierungsmannschaft der ÖVP; die vereint sich kollektiv hinter Wöginger und steht zu 100% hinter einem Verbrechen, dass ihr Klubobmann im Nationalrat mutmaßlich begangen hat – derzeit hat er neben seinen Parteigenossen auch noch die Unschuldsvermutung an seiner Seite.

Müsste man die "Performance" der Stocker-Truppe beurteilen, fielen einem nur ein paar Wörter ein: Peinlich, ideenlos, blutleer, desorientiert, abgehoben, unkoordiniert & eine Zumutung für Österreich …

Chr. Brugger

31/10/2025