Europas Diplomatie

17.03.2026

Was die europäischen AußenministerInnen unter dem "Regime" von Kaja Kallas so alles "vom Stapel" lassen und bestimmen, ist nur noch schwer zu ertragen.

Gegen den Iran werden weitere Sanktionen verhängt, die aggressiven Kriegsverantwortlichen, Trump & Netanjahu bzw. die USA und Israel, kommen hingegen "ungeschoren" davon.

Anstatt diejenigen zu sanktionieren, die den Krieg im Iran begonnen haben, das Völkerrecht beharrlich verletzten, den Tod tausender Zivilsten billigend in Kauf nehmen und nicht in der Lage sind, dem Mullah-Regime Herr zu werden, fühlen sich Kallas & Co bemüßigt, das genaue Gegenteil dessen zu tun, was der primären Verantwortung Europas entspräche.

Europa hat offenbar aus dem Sanktions- und Wirtschaftskrieg, den es seit 4 Jahren gegen Russland völkerrechtswidrig führt, nichts gelernt; die europäischen Politiker haben es sich scheinbar auf die Fahnen geheftet, dem eigenen Kontinent so lange schaden zu wollen, bis er, zumindest wirtschaftlich, nicht mehr alleine lebensfähig ist.

Quelle: https://commission.europa.eu/about/organisation/college-commissioners/kaja-kallas_en

Das Dilemma der Europäer ist offensichtlich: Trotz oder gerade wegen des genialen "Green-Deals" ist man auf Erdöl und Erdgas aus anderen Teilen der Welt angewiesen; blöd ist nur, dass man auf solche Rohstoffe aus Russland freiwillig verzichtet und lieber US-amerikanische Fracking-Produkte, die bekanntermaßen äußerst umweltschonend gefördert werden, um Preise erwerben muss, die wir uns defacto gar nicht leisten können.

Jetzt fallen, dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran sei Dank, auch Lieferungen aus dem arabischen Raum aus; das führt letztlich dazu, dass diese Produkte auch in Europa knapp werden, die Preise steigen und sich Europa wieder einmal just mit Problemen konfrontiert sieht, die wir überwiegend den Glanzleistungen diverser Politiker zu verdanken haben.

Damit nicht genug – Österreichs Außenministrantin Meinl-Reisinger malt, etwas anderes kann man sich auch nicht erwarten, bereits den Teufel einer möglichen neuen Flüchtlingskrise an die Wand, indem sie Syrien 2015 mit Iran 2026 in Verbindung bringen will; von einer solchen Krise ist zwar weit und bereits nichts zusehen, allein das "ins Spiel bringen" ist aber bereits ein sicheres Indiz dafür, wie hilf- und wehrlos Europa und Österreich dem weltweiten Kriegsgeschehen gegenüberstehen; wieder einmal wird daher der Versuch unternommen, die eigene Unfähigkeit damit "überspielen" zu wollen, indem eine Krise einfach herbei- und damit größer geredet wird, als es faktisch der Fall ist.

Dabei wäre alles, wie Beate Meinl-Reisinger immer meint, eigentlich recht einfach: So, wie Putin den Krieg in der Ukraine jederzeit beenden könnte, könnten das Trump und Netanjahu im Iran ja ebenfalls tun; vielleicht sollte unsere, ach so taffe, Außenministrantin daher in den USA und Israel vorstellig werden und den beiden Kriegsherrn ausrichten, sie mögen doch, vor allem aus Rücksicht gegenüber Europa(!), ihre Zerstörungs- und sonstigen Gelüste zügeln und sich aus der Region rund um Golf von Oman zurückziehen.

Quelle: https://reporteri.net/de/Botschaft/Boot/Kaja-Kallas-lädt-den-neuen-US-Außenminister-nach-Brüssel-ein/

Was also die europäischen AußenministerInnen Diplomatie nennen bzw. unter Verhandlungsgeschick verstehen, sollten sie den EuropäerInnen beizeiten einmal erklären: Sein Geschick bei Verhandlungen unter Beweis stellen zu können setzte voraus, überhaupt Verhandlungen zu führen oder zumindest mit den jeweiligen Verhandlungspartnern an einem gemeinsamen Tisch zu sitzen.

Der unbeteiligte "Betrachter" der europäischen "Diplomatie-Farce" wird sich daher mit der Frage beschäftigen müssen, was und vor allem mit wem Kaja Kallas & Co derzeit "verhandeln"; die Russen, respektive Wladmir Putin, werden es ebenso wenig sein wie die Iraner oder deren oberster Religionsführer Modschtaba Hosseini Chamenei; aber auch bei Trump oder Netanjahu stoßen die Europäer nur auf taube Ohren und verschlossene Türen.

Es dürfte bzw. muss daher so sein, dass Kaja Kallas & Co nur mit sich selbst sprechen oder untereinander, wie beim gestrigen Rendezvous der AußenministerInnen in Brüssel, austauschen; was das allerdings auf den internationalen Kriegsschauplätzen bewirken soll, liegt auf der Hand – rein gar nichts …

Wer so agiert, wie Kaja Kallas & Co das im Namen der Europäischen Union tun, muss sich nicht wundern, wenn er von allen potenziellen Verhandlungspartnern desavouiert und von der eigenen Bevölkerung verunglimpft wird; was unsere "DiplomatInnen" aufführen, ist an Naivität und Dummheit nur noch schwer zu überbieten.

Chr. Brugger

17/03/2026