Europas Friedenstauben

17.03.2026

Sollte tatsächlich wahr werden, was Europas "Chefdiplomatin", Kaja Kallas, im Schilde führt, befindet sich auch die Europäische Union im Krieg der USA und Israels gegen den Iran; Kallas denkt mittlerweile laut darüber nach, die unionseuropäische "Operation Aspides" auf die Straße von Hormus und damit ins Kriegsgebiet erweitern zu wollen.

Als neutraler Österreicher muss man sich ob dieser Kriegsfantasien der amazonenhaft anmutenden EU-Kampfbiene schön langsam die Frage stellen, ob wir, als Teil der EU, tatsächlich Kriegsgebiet betreten und uns dort im Raketenhagel einer völkerrechtswidrigen Konfrontation wichtiger machen wollen, als uns das lieb sein dürfte und verfassungsrechtlich erlaubt wäre.

Die morbid erscheinenden Überlegungen der kampflustigen Estin dürften unter dem Eindruck der unverhohlenen Drohungen Donald Trumps gegen NATO-Mitgliedstaaten noch zusätzlich an "Attraktivität" gewonnen haben; wir krank diese Überlegungen sind, kann daran bemessen werden, was die Europäische Union bei einem militärischen Einsatz "vor Ort" gewinnen könnte – außer Erfahrung rein gar nichts.

Quelle: https://estonianworld.com/security/kaja-kallas-the-rules-we-agreed-on-no-longer-apply/

Ob es diese sündteure, gefährliche und von Anfang an zum Scheitern verurteilte Operation wert ist, sich freiwillig an einem Krieg zu beteiligen, den wir nicht gewinnen könnten, müsste Fr. Kallas selbst beantworten; ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Kallas mit ihrem Kriegsgeheul in der EU durchaus BefürworterInnen finden wird; immerhin führt die EU seit mehreren Jahren einen völkerrechtswidrigen Wirtschaftskrieg gegen Russland und macht keine Anstalten, das in absehbarer Zeit zu ändern.

Sofern man sich in der EU darauf verständigt, mit den Seestreitkräften der Europäischen Union auch die Straße von Hormus zu befahren, wäre es zumindest ehrlicher und konsequent, ganz offiziell den Kriegsbeitritt zu erklären und damit endlich einmal klar Stellung zu beziehen.

Bisher haben die Europäischen Friedenstauben von der Leyen, Kallas, Baerbock oder Meinl-Reisinger ja immer nur auf die Einhaltung des Völkerrechts gedrängt – wohlwissend, dass die Realität dem ach so liebwert-hochgeschätzten Völkerrecht längst derogiert hat.

Die unionseuropäische "Diplomatie" hat sich im derzeitigen Iran-Krieg ohnedies nur dem Prinzip Hoffnung verschrieben; wer allerdings immer noch glaubt bzw. hofft, Kriege wären mit diplomatischen Noten oder schwachsinnigen, gebetsmühlenartig vorgetragenen Aufforderungen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, zu beenden, hat entweder nicht alle Tassen im Schrank oder nicht den Mut, die Bedeutungslosigkeit der EU bei internationalen Konflikten anzuerkennen bzw. einzugestehen.

Auch am Ende dieses Krieges wird alles so sein, wie immer: Wir, die dummen Europäer, zahlen die Zeche, während alle anderen aus den Kriegsruinen im Iran sogar noch ihren Nutzen ziehen werden.

Quelle: https://www.agenzianova.com/de/news/Kallas-und-in-unserem-Interesse--Hormuz-offen-zu-halten--bewertet-die-EU-Maßnahmen-für-Öl-und-Düngemittel./

Man hat scheinbar nicht einmal aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine etwas gelernt – auch dort ist es unzweifelhaft so, dass alle anderen profitieren, Europa sich finanziell nur ausnehmen lässt und am Ende des Tages dennoch nichts zu sagen hat; im Russland-Ukraine-Krieg haben es die Europäer sogar zustande gebracht, die eigene Wirtschaft massiv zu schädigen, einen ganzen Kontinent zu verschulden, darüber hinaus auch noch Billionen Euros in die eigene Aufrüstung investieren und damit auf erblich sinnvollere, dringend erforderliche Investitionen verzichten zu müssen – alleine daran ist erkennbar, von welchen Polit-Dodeln dieser Kontinent seit Jahrzehnten "regiert" wird.

Chr. Brugger

16/03/2026