Olympia – 03
Es ist unseren SnowboarderInnen zu verdanken, dass Österreich bereits am 2. Tag der olympischen Spiele "angeschrieben" hat; Benjamin Karl besiegt im Finale des RTL-Parallel-Bewerbs den Koreaner Sangkyum Kim und holt souverän Gold; Sabine Payer unterliegt zwar im Finallauf der Tschechin Zuzana Madervova, holt aber nach einem fulminanten Wettkampf Silber.
Bereits am Vormittag musste das alpine Ski-Team die nächste Pleite zur Kenntnis nehmen; auch in der Abfahrt der Damen war für Österreichs Athletinnen nichts zu holen; überschattet wurde das Rennen vom Sturz der "sentimentalen" Favoritin Lindesy Vonn.
Der Sieg ging an die US-Amerikanerin Breanna Noble "Breezy" Johnson, die Emma Aicher um 0,04 Sek. distanzieren konnte; Bronze erhielt Sofia Goggia.

Quelle: https://www.olympics.com/de/milano-cortina-2026/news/milano-cortina-2026-enthullt-die-medaillen-der-olympischen-paralympischen-winterspiele
Beim Skiathlon der Herren über 20km kam Mika Vermeulen über den 41. Platz nicht hinaus; der Sieg ging an den haushohen Favoriten Johannes Høsflot Klæbo; für Klæbo, den 15-fachen Weltmeister, ist es bereits die 6. Goldmedaillen bei olympischen Spielen.
In der Biathlon-Mixed-Staffel (4x6 km) siege Frankreich vor Italien und Deutschland; Österreich kam auf den 8. Platz.
Die dritte Medaille des heutigen Tages steuerte Rodler Jonas Müller bei; er eroberte hinter dem überragenden Deutschen Max Langenhan Silber.
Eine überragende Leistung erbrachte Sander Eitrem; der norwegische Eisschnellläufer und Weltrekordhalter gewann über 5.000m mit neuem olympischem Rekord vor dem erst 19-jährigen Tschechen Metodej Jilek.
Morgen beginnt der "olympische" Tag aus österreichsicher Sicht mit der Abfahrt der Herren im Teambewerb; bei diesem "Format" müssten selbst die Österreicher in der Lage sein, eine alpine Medaille ins "Trockene" zu bringen – es gibt ja nur eine Hand voll Länder, die überhaupt in der Lage sind, ein einigermaßen passables Team zu nominieren.
Bei den RodlerInnen finden die ersten beiden Läufe im Einsitzer statt; die Chancen auf Medaillen halten sich aus heimischer Sicht aber durchaus in Grenzen – Überraschungen sind aber nicht auszuschließen.
Viel größer dürften die Medaillenhoffnungen bei Skispringen der Herren auf der Normalschanze sein; das Quartett Hörl, Embacher, Tschofenig & Kraft ist sicherlich für die eine oder andere Medaille gut.
Die vier Österreicher zählen neben Domen Prevc, Naoki Nakamura und Ren Nikaidō zu den Topfavoriten.
Ein paar Worte zu den durchaus "bemerkenswerten" Übertragungen im ORF: Der ORF überträgt die Abfahrt der Damen noch zu einem Zeitpunkt, zu dem alle anderen Fernsehanstalten längst aktuellen, wie spannenden Sportarten die angemessene Aufmerksamkeit widmen (Biathlon, Langlauf); Nicole Schmidhofer & Peter Brunner ergötzen sich an der Fahrt einer amateurhaften Chilenin, während Benjamin Karl & Sabine Payer um Medaillen kämpfen. Der sachfremde Brunner tut sich vor allem mit synthetischen Überhöhungen nicht vorhandener Perspektiven hervor, während Schmidhofer ihre artikulationsgestörte Sprache nicht im Griff hat, sich selbst wichtiger nimmt als das Renngeschehen und mit einer völlig falschen Einschätzung von Linienwahl und Fahrtstil sowie durch steirisch sublimierte Fäkalsprache "brilliert" – Chapeau, da sind wieder einmal die "Richtigen" am Werk - eine Schande für Österreich ...
Chr. Brugger
08/02/2026
