Olympia – 04

09.02.2026

Nach schwachen Leistungen der österreichischen Abfahrer beim ersten Teil des neuen Formats der olympischen Kombination war es unseren Slalom-Artisten vorbehalten, das zu retten, was mit diesen enormen Rückständen noch zu retten war; Manuel Feller schaffte es mit einer ansprechenden Leistung, seinem "Mixed-Partner" Vincent Kriechmayr noch zur Silber-Medaille zu verhelfen; der Sieg ging wieder einmal an die Schweiz; das Duo Franjo von Almen/Tanguy Nef war nicht zu besiegen.

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Im Slopestyle Finale der Frauen konnte Mathilde Gremaud das Duell der weltbesten "Freestylerinnen" gegen den chinesisch- US-amerikanischen Superstar Gu Ailing ein weiteres Mal für sich entscheiden; die sichtlich enttäuschte Gu hat aber noch die Chance, ihre beiden Goldmedaillen bei den olympischen Spielen 2022 ("Big Air" und "Halfpipe") erfolgreich zu verteidigen; Gu zählt lt. Forbes zu einer der am meisten verdienenden Sportlerinnen der Welt, ist mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf "du & du" und studiert an der Stanford University Quantenphysik; so "nebenbei" ist Gu auch als Model u.a. für Louis Vuitton tätig.

Die einzige österreichische Teilnehmerin, Lara Wolf, landete auf dem 9. Platz.

Nichts zu holen gab es für die beiden "Big Air" Finalistinnen Anna Gasser und Hanna Karrer; Gasser kam über den enttäuschenden Rang 8 nicht hinaus, Karrer wurde bei ihrer Olympia-Premiere 12.

Beim Skispringen von der Normalschanze mussten Österreichs Springer eine bittere Niederlage einstecken; Bester war noch Stefan Embacher auf Rang 7; der Sieg holte sich Philipp Raimund vor Kacper Tomasik sowie Ren Nikaido & Gregor Deschwanden.

Bei den Rodlerinnen liegen die Österreicherinnen nach 2 von 4 Läufen auf den Plätzen 8, 12 und 16; lediglich Lisa Schulte (8.) hat noch die Chance auf eine Medaille; Gold und Silber dürften aber bereits für die beiden Deutschen Merle Fräbel und Julia Taubitz reserviert sein.

"Medaillen-Pflicht" besteht morgen auch bei der alpinen Kombination der Damen; Österreich ist eines der wenigen Länder, das überhaupt in der Lage ist, die maximale Anzahl an Teams (4) stellen kann; wer, wenn nicht der "größte Skiverband der Welt", soll bei einem solchen Bewerb seine wahre "Macht" demonstrieren?

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Bei den Skilanglauf-Sprint-Rennen der Damen und Herren werden die "Trauben" dermaßen hoch hängen, dass sie unsere Teilnehmer nicht erreichen werden; bei den Damen wird der Sieg vermutlich an eine der Schwedinnen gehen, wohingegen bei den Herren der Norweger Klæbo seine zweite Goldmedaille gewinnen dürfte.

Relativ chancenlos werden auch unsere Biathleten in das 20km-Einzel-Rennen starten; die Leistungen des heurigen Jahres lassen vermuten, dass Eder & Co nur das Starterfeld komplettieren, mit dem Ausgang des Rennens aber absolut nichts zu tun haben werden.

Besten Chancen auf eine Medaille haben allerdings unsere AthletInnen beim Team-Mixed-Bewerb auf der Normalschanze; neben Slowenien und Japan hat Österreich mit Sicherheit die beste Aussicht auf Erfolg.

Chr. Brugger

09/02/2026