Olympia – 06

11.02.2026

Eine totale Pleite mussten Österreichs Speed-"Spezialisten" beim Olympia Super-G hinnehmen; vor dem Rennen noch als "Favoriten" gehandelt, landete der beste Fahrer, Raphael Haaser, auf dem enttäuschenden 5. Rang; Vincent Kriechmayr wurde 7. und Marco Schwarz kam über den 14. Platz nicht hinaus; völlig von der Rolle war Stefan Babinsky als 21 mit 1,71 Sekunden Rückstand.

Das gewohnte Bild gab es am Siegerpodest: Franjo von Almen siegte erneut und krönte sich zum 3-fachen Olympiasieger; Marco Odermatt wurde Dritter und "dazwischen" stellte sich Ryan Cochren Siegle als Zweiter ein – damit ist von Almen nach den ersten 3 Rennen bereits jetzt der absolute Superstar der alpinen Szene.

Quelle: https://www.biathlonworld.com/de/news/hristova-and-gunka-take-junior-super-sprint-gold/7J512dJmVlQpKurqolNElf

Im Unterschied zum inferioren ORF-Kommentatoren-Duo Polzer/Knauß, das die Niederlage ausschließlich einer schlechter werdenden Piste bzw. geänderten Lichtverhältnissen zuzuschreiben wusste, waren die betroffenen Rennläufer absolut reflektiert und selbstkritisch; was Polzer und Knauß heute wieder einmal "aufgeführt" haben, ist schlicht und ergreifend eine bodenlose Frechheit; sie haben, so ehrlich muss man sein, in einer Kommentatoren-Kabine weder fachlich noch sprachlich etwas verloren; als Österreicher kann man sich für eine solch miese wie widerwärtige Performance nur noch schämen; auf einem vergleichbar schlechtem Niveau tritt regelmäßig nur noch Rainer Pariasek auf; bei Polzer, Knauß & Pariasek ist scheinbar nur noch die dümmliche Naivität der Impetus für deren irreale Wunschvorstellungen.

Eine "Weichschneeschlacht" gab es beim 10km-Langlauf der nordischen Kombinierer zu sehen; auf tiefem "Geläuf" konnte am sich am Ende der Norweger Jens Luraas Oftebro verdient vor Johannes Lamparter und dem Finnen Eero Hirvonen durchsetzen; Stefan Rettenegger landete auf dem 4. Platz, Thomas Rettenegger wurde noch 9.; eine geschlossen gute Mannschaftsleistung der Österreicher – Chapeau!

Noch bessere Chancen dürfte das österreichische Trio im Bewerb auf der Großschanze haben; dort sollte ihnen das gute Sprungvermögen vor dem Langlauf eine noch bessere Ausgangsposition ermöglichen; auch im Team-Bewerb zählt Österreich zweifelsfrei zu den Titelfavoriten; man darf also bei den nordischen Kombinierern durchaus berechtigt mit weiteren Medaillen rechnen.

Beim Biathlon der Frauen (Einzelstart 15km) landete Frankreich mit Julia Simon und Lou Jeanmonnot einen Doppelsieg; die Bronzemedaille ging völlig überraschend an die Bulgarin Lora Hristova; die Österreicherinnen kamen über die Plätze 27 (Lisa Hauser), 32 (Anna Gandler), 44 (Tamara Steiner) und 62 (Anna Andexer) nicht hinaus.

Quelle: https://www.hemusnews.com/sport/item/1624-troyankata-lora-hristova-veche-e-v-parviya-tim-na-balgariya-po-biatlon

Für die 10-fache Weltmeisterin Simon war es nach dem Sieg in der Mixed-Staffel bereits die zweite Goldmedaille bei diesen olympischen Spielen; für die erst 22-jährige Hristova war es der erste große Erfolg auf der internationalen Bühne, der erst durch 4 fehlerfreie Schießeinlagen möglich wurde.

Sportlich eher wertlos, so ehrlich muss man sein, war das Doppelsitzer-Rennen der Rodlerinnen; es waren lediglich 3 Teams (Italien, Österreich & Deutschland) am Start, die in der Lage waren, die "Pista olimpica Eugenio Monti" im Cortina Sliding Center einigermaßen fehlerfrei zu bewältigen; die Medaillen wurden insofern fast verschenkt bzw. waren nur noch abzuholen; der Sieg ging am Ende an Andrea Vötter/Marion Oberhofer (ITL) vor Dajana Eitberger/Magdalena Matschina (BRD) und Selina Egle/Lara Michaela Kipp – Bronze für Österreich!

Wesentlich spannender war das Rennen bei den Herren, in dem sich am Ende das italienische Duo Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner vor Thomas Steu/Wolfgang Kindl und Tobias Wendl/Tobias Arlt durchsetzen konnte – Silber für Österreich!

Quelle: https://www.hemusnews.com/sport/item/1836-lora-hristova-parviyat-lager-proteche-otlichno-mnogo-si-pasnahme-s-trenyoorite-i-tzeliya-otbor

Absolute "Medaillengefahr" dürfte auch morgen wieder bestehen; beim Skelton-Rennen der Männer wäre zwar eine Medaille durch Samuel Maier oder Florian Auer eine Überraschung; mehr erwarten dürfen wir uns allerdings dann von den "Speed-Damen" des ÖSV beim Super-G; Cornelia Hütter ist immer für eine Medaille gut, aber auch mit Mirjam Puchner, Ariane Rädler und Nina Ortlieb ist zu rechnen; vermutlich sind auch morgen wieder frühe Startnummern ein Vorteil – insofern kann es nicht schaden, dass Puchner, Hütter und Rädler relativ bald ins Rennen gehen können.

Beim Skilanglauf der Damen (10km – Intervallstart Freistil) ist Teresa Stadlober durchaus etwas zuzutrauen; beim Rennrodeln (Team-Staffel) kann man hingegen fix von einer Medaille ausgehen; in diesem Bewerb gibt es mit Italien und Deutschland nur recht bescheidene Konkurrenz.

Chr. Brugger

11/02/2026