Olympia – 09

14.02.2026

Der Schade war im Riesentorlauf der Herren für die 4 heimischen Akteure bereits nach dem ersten Durchgang angerichtet; der beste Österreicher, Stefan Brennsteiner, lag auf Platz 7 und damit bereits 2 Sekunden hinter dem Halbzeitführenden Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen; Patrick Feuerstein war 13. (+ 2,54), Marco Schwarz kam auf Rang 18 (+ 2,74) und Raphael Haaser landete auf Rang 24 (+ 3,54).

Schuld daran war, zumindest wenn es nach den ORF-Kommentatoren Thomas König & Hans Knauß ginge, wieder einmal eine nach und nach schlechter werdende Piste; K&K vertragen es scheinbar einfach nicht, dass unsere 4 Starter schlicht und ergreifend schlecht performt haben.

Quelle: https://www.olympics.com/de/milano-cortina-2026/medals

Minutenlang echauffieren sich König & Knauß über Pistenverhältnisse, anstatt darüber nachzudenken, warum die Leistungen der Österreicher so schlecht sind, wie das eben der Fall war; weder auf Eurosport noch bei der ARD war im Zusammenhang mit großen Rückständen etwas von Pistenproblemen zu hören.

Mit Ausnahme von Pinheiro Braaten war das Ergebnis des ersten Laufes jedenfalls so, wie es vorher zu erwarten war.

Zwischen den beiden RTL-Durchgängen war unsere Damen Langlauf-Staffel "am Werk"; die Leistungen der Österreicherinnen waren absolut in Ordnung; am Ende reichte es für einen respektablen 10. Rang.

Inferior war nur die Leistung des Co-Kommentators Luis Stadlober; sein sinnentleertes Dauergeplapper ist kaum zu ertragen, seine Vorhersagen sind grundsätzlich falsch und seine Einschätzungen mehr als fragwürdig; Stadlober krönt seine miese Leistung mit Plattitüden wie "das Rennen ist erst aus, wenn es vorbei ist" – dümmer ginge es ja kaum noch.

Der Sieg ging an das norwegische Team (Kristin Austgulen Fosnæs, Astrid Øyre Slind, Karoline Simpson-Larsen u. Heidi Wenig) vor den Schwedinnen (Linn Svahn, Ebba Andersson, Frida Karlsson u. Joanna Sundling) und den Damen aus Finnland (Johanna Matintalo, Kerttu Niskanen, Vilma Ryyty u. Jasmi Joensuu).

Beim Riesentorlauf der Herren konnten sich die Österreicher im zweiten Durchgang zwar leicht verbessern; mit der Medaillenentscheidung hatten sie aber nichts zu tun; Stefan Brennsteiner wurde mit ca. 2 ½ Sekunden Rückstand vor Marco Schwarz Achter; der Sieg ging an den Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen; Silber gewann Marco Odermatt vor seinem Schweizer Landsmann Loic Meillard.

Im 7,5km Sprint der Frauen im Biathlon konnten die Österreicherinnen abermals nicht überzeugen; im Verhältnis zur Konkurrenz war vor allem die läuferische Leistung relativ schwach; einzig Anna Andexer war in der Lage, aufgrund einer fehlerlosen Schussleistung mit der Konkurrenz Schritt zu halten; sie wurde als beste Österreicherin mit einer knappen Minute Rückstand 9.

Der Sieg ging an die 22-jährige Norwegerin Maren Kirkeeide; Silber und Bronze gewannen die beiden Französinnen Oceane Michelon und Lou Jeanmonnot; für Jeanmonnot war es im dritten Rennen bereits die dritte Medaille.

Quelle: https://www.facebook.com/Flock.Janine/photos/just-enjoy-/1921851461191687/?locale=de_DE

Überragend war die Leistung von Janine Flock; sie fuhr überlegen zur Goldmedaille und ließ in keinem der 4 Läufe einen Zweifel daran, wer im Cortina Sliding Centre die Beste ist; Flock lag am Ende 0,30 Sekunden vor Susanne Kreher und 0,44 Sekunden vor Jacqueline Pfeifer (beide BRD).

Beim Skispringen auf der Großschanze war für Stefan Kraft und Daniel Tschofenig bereits nach dem ersten Durchgang Endstation; Kraft wurde 36., Tschofenig wurde disqualifiziert.

Der beste Springer der Saison, Domen Prevc gewann Gold; dahinter komplettierten Ren Nikaido (JPN) und Kacper Tomasiak (POL) das Podest; Jan Hörl wurde am Ende 5., Stefan Embacher landete wie auf der Normalschanze auf Platz 7.

Der morgige Sonntag könnte aus österreichsicher Sicht zum Feiertag werden; im Riesentorlauf der Damen ist Julia Scheib unsere heißeste Aktie; wenn Scheib so fährt wie in der bisherigen Weltcup-Saison wird ihr die Goldmedaille nur schwer zu nehmen sein.

Wenig Hoffnung besteht für Österreichs Athleten beim 12,5km Rennen in der Biathlon-Verfolgung; wie schon die gesamte Saison werden Eder & Co der Konkurrenz nur hinterherlaufen.

Ganz anders sieht es hingegen beim Snowboard Cross Mixed Team Bewerb aus; dort wäre alles andere als eine österreichische Medaille enttäuschend.

Relativ chancenlos dürften unsere Biathlon-Damen wiederum in der 10km Verfolgung sein; einzig Anna Andexer hätte aufgrund ihres guten Ergebnisses im Sprint-Rennen die Möglichkeit, sich im vorderen Teil des Feldes aufzuhalten.

Sehr gute Medaillenchancen hat auch Lisa Eder im Skispringen auf der Großchance; Eder war im Laufe der heutigen Weltcup-Saison laufend unter den Besten und kann durchaus berechtigt Richtung Podest blicken.

Ziemlich sicher dürfte eine Medaille im Skeleton Mixed Team Bewerb sein; für Österreich gehen Olympiasiegerin Janine Flock und Samuel Maier an den Start.

Chr. Brugger

14/02/2026