Olympia – 13
Wenn am Tag vor dem eigentlichen Rennen eine offensichtlich "merkwürdige" Kurssetzung für Aufregung sorgt, muss man auf dem flachen Hang von Cortina vorsichtig werden; dass just dem österreichischen WC-Technik-Coach Klaus Mayrhofer so etwas in den Sinn gekommen ist, sollte den Österreicherinnen "in die Karten" spielen; genau das Gegenteil war der Fall – es waren speziell die heimischen Damen, die mit den Kombinationen ihres eigenen Trainer nichts anzufangen wussten und daher bereits nach dem ersten Durchgang mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun hatten; man ist geneigt zu sagen, Mayrhofer hätte die Medaillenchancen für seine Läuferinnen eigenhändig und mit Ansage schon gestern begraben; vor dem Rennen meine der "Grabgräber" noch ziemlich dummdreist "Wer zuletzt lacht, lacht am besten"; jetzt lachen alle anderen den Niederösterreicher aus – Chapeau!

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Wenn der ORF-Kommentator Ernst Hausleitner von einem "Orientierungslauf" gesprochen hat, unterstreicht das nur seine schier grenzenlose, fachliche Inkompetenz; was Hausleitner "zusammenkommentiert" ist an Stillosigkeit nur noch Oliver Polzer zu überbieten.
Am Ende des Rennens konnten jedenfalls, im Sinne Mayerhofers, nur die drei Medaillengewinnerinnen lachen: Die Favoritin Mikaela Shiffrin (USA) gewann das Rennen mit 1,5 Sekunden Vorsprung vor Camille Rast (SUI); Dritte wurde die Schwedin Anna Swenn Larsson.
Völlig "von der Rolle" waren im olympischen Slalom jedenfalls Lisa Hörhager und Katharina Gallhuber; Katharina Truppe und Katharina Huber wurden mit etwa 2 Sekunden Rückstand 5. u 6.; dafür, dass es nicht für weiter vorne gereicht hat, können sich Truppe & Huber bei ihrem eigenen Trainer bedanken.
Der ÖSV hat sich, wie so oft bei diesen olympischen Spielen, blamiert!

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Erfreulich ist jedenfalls das sensationelle Comeback von Petra Vlhová, die trotz Rekonvaleszenz schon wieder schneller war als Gallhuber & Hörhager.
Im Langlauf Team-Sprint kam das Duo Heid Bucher/Magdalena Scherz auf den durchaus respektablen 9. Rang; der Sieg ging jedoch an die Favoritinnen aus Schweden; Joanna Sundling und Maja Dahlqvist siegten überlegen vor der Schweiz und Deutschland.

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Im Team-Sprint der Männer waren die Norweger Einar Hedegart und Johannes Høsflot eine Klasse für sich; hinter den Favoriten belegten die USA und Italien die Plätze 2 und 3; das Duo Michael Föttinger/Benjamin Moser landete auf dem 7. Rang.
Für Klæbo war es die mittlerweile 5. Goldmedaille bei diesen "Spielen"; damit hat der Ausnahmekönner gleich viele Goldmedaillen wie Österreich mit seinem gesamten 115-köpfigem Team.
In der Damen Biathlon-Staffel kam das österreichische Quartett (Tamara Steiner, Anna Gandler, Anna Andexer u. Lisa Theresa Hauser) nach miserablen Leistungen (Rückstand 4:56,6 Minuten) nur auf den blamablen 15. Rang und konnte noch froh sein, nicht überrundet zu werden.
Der Sieg ging an das französische Team (Camille Bened, Lou Jeanmonnot, Oceane Michelon u. Julia Simon); dahinter gewannen die Schwedinnen Silber und die Norwegerinnen Bronze.
Nichts zu holen gab es auch für Anna Gasser im Damen Slopestyle-Finale; die Kärntnerin landete auf dem 10. Rang; die Goldmedaille ging an Mari Fukada (JPN), Silber durfte Zoi Sadowski Synnott in Empfang nehmen und Bronze erhielt die Japanerin Kokomo Murase.
Stefan Rettenegger u. Joahnnes Lamparter dürfte morgen eine Medaille im Teamsprint kaum zu nehmen sein; es gibt im Prinzip nur 2 Nationen, die sich im Kampf um den Sieg duellieren können – Österreich und Norwegen; alle anderen Teams haben im Wesentlichen keine Chance auf Gold – insofern ist dieser Bewerb zumindest sportlich recht wert- und bedeutungslos; es ist daher auch keine große Überraschung, dass das IOC seit Längerem daran denkt, die nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu eliminieren.

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Das Highlight des morgigen Tages ist mit Sicherheit die Kür der Damen im Eiskunstlauf mit dem russischen "Shooting-Star" Adeliia Petrosian; in Führung liegt nach dem Kurzprogramm die erst 17-jährige Japanerin Ami Nakai vor ihrer Landsfrau Kaori Sakamoto und der US-Amerikanerin Alysa Liu; Petrosian liegt derzeit auf Rang 5, unmittelbar vor der Georgierin Anastasiia Gubanova; Olga Mikutina (AUT) hat zwar das Finale erreicht, wird dort aber keine wesentliche Rolle spielen.
Chr. Brugger
18/02/2026
