Olympia – 17

21.02.2026

Ein neuer Tag, kein neues Medaillen-Glück; bereits nach 2 von 4 Durchgängen mussten Österreichs 4er-Bob-Fahrer ihre ohnedies nur theoretischen Avancen auf olympische Medaillen aufgeben; das Team Jakob Mandlbauer, Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer & Daiyehan Nichols-Bardi schied nach einem Crash im 2. Lauf aus; die Medaillenchancen von Markus Treichl haben sich, gemeinsam mit Markus Sammer, Sascha Stephan & Kristian Huber nahezu auf Null reduziert; Treichl & Co liegen auf Zwischenrang 10 und mehr als einer Sekunde Rückstand auf die Spitze; es zeichnet sich nach dem ersten Tag ein deutscher Dreifachsieg ab.

Nicht minder schlecht lief der Wettbewerb für die 4 heimischen Ski Freestyle Cross Rennläufer; Johannes Aujesky, Christoph Danksagmüller, aber auch Adam Kappacher schieden bereits im Achtelfinale aus; für Nicolas Lussnig kam der "Feierabend" verfrüht und nur eine Runde später; alles in allem, wie bei den Damen tags davor, eine ernüchternde wie beschämende Vorstellung aller 8 österreichischen TeilnehmerInnen.

Im Finale konnten die spärlich vorhandenen Zuschauer einen Doppelsieg der Italiener bejubeln; Simone Deromedis gewann vor Federico Tomasoni und dem Schweizer Alex Fiva.

Quelle: https://www.instagram.com/johanneshk/

Kein Österreicher hat am 50km Skilanglauf Massenstart Classic teilgenommen; Mika Vermeulen hat sich dem Rennen aufgrund "fehlender Form" schon vor ein paar Tagen durch Flucht entzogen; nach mehr als 2-stündigem Wettkampf war das Ergebnis so, wie man es erwarten konnte: Die Norweger hatten das ganze Rennen von Anfang an im Griff und letztlich setzte sich wieder, und das bei diesen olympischen Spielen bereits zum 6. Mal, der Superstar der Szene, Johannes Høsflot Klæbo, durch; dahinter komplettierten seine Landsmänner Martin Løwstrøm Nyenget & Emil Iversen das Podest.

In der Mixed Staffel beim Skibergsteigen hatte das österreichische Team von Anbeginn des Rennens an keine Chance auf eine Medaille; Johanna Hiemer und Paul Verbnjak landeten mit über einer Minute Rückstand auf Rang 6; auf Rang drei fehlten immerhin noch mehr als 40 Sekunden.

Der Sieg ging klar an das französische Duo Emily Harrop/Thibault Anselmet; Silber holte die Schweiz (Marianne Fatton/Jon Kistler) ab; Bronze konnten die beiden SpanierInnen Ana Alonso Rodriguez/Oriol Cardona Coll beanspruchen.

Wer sich von Lisa Theresa Hauser und Anna Andexer etwas erwartet hat, wurde im Massenstart der Biathletinnen über 12,5km bitter enttäuscht; der ORF Co-Kommentator Dominik Landertinger faselte vor Beginn des Rennens zwar von einer Medaillenchance; eine solch weltfremde Annahme hat nicht einmal mehr etwas mit Zweckoptimismus zu tun; was Hauser & Andexer ablieferten, hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

Quelle: https://www.o2.pl/sport/odrzucila-propozycje-z-playboya-zdradzila-dwa-powody-6900379650907040a

Lisa Theresa Hauser musste bereits nach der ersten Schießeinlage (mit drei Strafrunden) alle Hoffnungen im Schnee von Antholz begraben; am Ende des Rennens kam sie mit mehr als 3 Minuten Rückstand als 26. ins Ziel.

Mit einem Schussfehler beim dritten Schießen war auch Andexer mit ihrem "Latein" am Ende; läuferisch zu schwach und beim Schießen zu langsam – mehr als der 9. Rang war auch für sie, trotz zahlloser Fehler der Favoritinnen beim letzten Schießen, nicht möglich.

Der Sieg ging, doch etwas überraschend, an die 23-jährige Französin Océane Michelon, die vor ihrer Landsfrau Julia Simon und Tereza Vobornikova (CZ) ins Ziel kam; der italienische "Altstar" Dorothea Wierer landete im letzten Rennen ihrer Karriere auf Platz 5; auch für Franziska Preuß (BRD) wird es kein weiteres Biathlon-Rennen mehr geben; mit 3 Gold- und einer Silbermedaille war Julia Simon die beste Biathletin der Spiele in Antholz; Océane Michelon konnte 2 Gold- und eine Silbermedaille gewinnen; alle 8 heimischen TeilnehmerInnen gingen "leer" aus; das ist zwar mehr als nur ernüchternd, entspricht aber dem derzeitigen Leistungsniveau.

Im ersten Halbfinale der Männer im Eisschnelllauf Verfolgungsrennen schied Alexander Fahrthofer als Letzter seines Laufes aus; im zweiten Halbfinale ging es Gabriel Odor etwas besser; er wurde in seinem Semifinale 7. und durfte damit am Finale teilnehmen; dort allerdings war rasch klar, dass Odor mit der Vergabe der Medaillen nichts zu tun haben wird; er ist dem taktischen Irrtum unterlegen, es sich hinter dem US-Amerikaner Star Jordan Stolz "gemütlich" zu machen, was sich letztlich als fataler Irrtum erwiesen hat; Odor wurde nur 12.; der Sieg ging überlegen und ungefährdet an den 40-jährigen Niederländer Jorrit Bergsma; hinter ihm kamen Viktor Hald Thorup (DK) und Andrea Giovannini auf das Podest.

Quelle: https://www.gelderlander.nl/schaatsen/verslag-wk-afstanden-hamar-slotdag~a90ce15c/254805034/

Beim Massenstartrennen der Damen waren Jeannine Rosner & Anna Molnar am Start; Rosner schaffte souverän den Einzug ins Finale; Anna Molnar ist in ihrem Rennen hingegen als 13. ausgeschieden; auch bei Roser stand im Finale schon nach wenigen Runden fest, dass die Medaillenentscheidung ohne sie stattfinden wird; die Tirolerin beendete das Rennen auf Rang 8; Gold gewann die Niederländerin Marijke Groenewoud, Silber ging an Ivanie Blondin (CAN) und Bronze hat Mia Manganello (USA) erhalten.

Quelle: https://www.netzathleten.de/lifestyle/sports-inside/harter-sommer-erfolgreicher-winter/

Zum Abschluss dieses aus österreichischer Sicht miserablen Tages konnte im Zweierbob der Damen weder das Duo Lea Haslwanter/Victoria Festin noch das Team Katrin Beierl/Christania Simone Williams überzeugen; der Sieg ging erwartungsgemäß an Laura Nolte/Deborah Levi (BRD); dahinter landeten Lisa Buckwitz u. Neele Schuten (BRD) sowie Kaillie Armbruster Humphries/Jasmine Jones (USA) auf den Rängen 2 und 3.

Morgen enden die olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo; noch einmal hat Österreich rein theoretisch Chancen auf Medaillen; es ist allerdings zu befürchten, dass es am letzten Tag keinen Medaillenzuwachs geben wird.

Im 4er-Bob der Herren liegen Markus Treichl & Co zu weit hinten, um noch im Kampf um die vordersten Plätze eingreifen zu können; bessere Chancen hat Teresa Stadlober im 50km Classic Massenstart-Rennen; ob sie sich dort allerdings gegen die Norwegerinnen und Schwedinnen behaupten kann, darf bezweifelt werden.

Chr. Brugger

21/02/2026