Politisches Neujahr
Speziell zu Jahresbeginn war für kurze Zeit die Erwartung vorhanden, die heimische Bundesregierung würde endlich zu arbeiten beginnen, in die Gänge kommen und sich um die Probleme des Landes kümmern.
Wenige Tage später wissen wir, dass sich 2026 nichts ändern wird; es geht genau so weiter wie bisher.
Derjenige, der sich Kanzler nennt und doch nur Christian Stocker heißt, kündigt in einer recht "feurigen" Neujahresansprache vor dem letzten Rest seiner Partei wieder nur Belanglosigkeiten an, deren Realisierung für Mitte oder Ende 2026 angekündigt wurde; nichts Konkretes, nichts Zielführendes, das übliche Blabla eben.
Seine "Königsidee": Über die Verlängerung des Grundwehrdienstes will nicht die Regierung selbst entscheiden; frei nach dem Motto: "Wenn einem die geistigen Kräfte versagen, muss man halt das Volk befragen".
Sehr viel peinlicher geht es kaum noch; wozu beauftragt man wieder einmal eine "Expertenkommission", um dann nicht selbst über deren "Bericht" zu entscheiden, sondern das ganz Volk mit einer Frage zu belästigen, die man wiederum selbst noch gar nicht kennt.
Welch "besonderem" Gehirn ist überhaupt die Idee entsprungen, 95% der Bevölkerung (die nicht wehrpflichtig ist) über eine 5%-ige Minderheit entscheiden zu lassen? Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Wehrpflicht zweifelsfrei eine massive Einschränkung von Grundrechten der Betroffenen bedeutet – das hat schon eine besondere Qualität.
Als absolute Lachnummer erweist sich auch die absurde Diskussion um ein "Social-Media-Verbot" für unter 14-Jährige; groß sollte auch hier die Überraschung nicht sein; wenn Andreas Babler & Alexander Pröll für etwas verantwortlich sind, ist ein Nullum denklogisch das einzige Ergebnis; bei solch, schon rein fachlich, ahnungslosen "Protagonisten" ist weniger als nichts erwartbar – es sollte sich wohl nur um einen "Scherz" handeln, dass diese beiden "Figuren" für ein solches Ansinnen verantwortlich zeichnen dürfen.
Für den einen (Babler) hat "Medium" nichts mit Kommunikation zu tun, sondern erweist sich scheinbar als ein engelsgleiches, überirdisches Wesen; und beim anderen (Pröll) wird "digital" mit irreal verwechselt; und diese beiden sollen uns ein "Social-Media-Verbot" plausibel erklären oder gar rechtlich umsetzen? Da lachten sprichwörtlich alle heimischen Hühner.
Tatsache ist doch, dass Volksverblödungsforen wie TikTok, X & Co bei uns nichts verloren haben und generell verboten gehörten.
Apropos: Was ist eigentlich aus der als "Mega-Erfolg" Prölls bejubelten "Declaration on European Digital Sovereignty" geworden?
Vermutlich dasselbe wie aus dem im Herbst großspurig angekündigten, wiewohl völlig sinnlosen, zentralen Verwaltungsstrafregister, das es bis heute nicht gibt?
KI-generierte Schlagzeilen zu produzieren ist anscheinend die einzige Kunst, auf die sich Pröll versteht; auf der anderen Seite bzw. vor dem Hintergrund der "Vita" Prölls könnte man dafür sogar Verständnis haben: Was sollte unsereiner von jemandem erwarten, der lt. seinem eigenen Lebenslauf 9(!) Jahre studiert, keinen Beruf erlernt und noch nie außerhalb der ÖVP gearbeitet hat? Die einzige "Referenz" Prölls ist offenbar nur, dass er Pröll heißt.
Und bei "Andi" Babler ist sowieso jedes weitere Wort sinnlos und eine reine Zeitverschwendung; seine geistige Leuchtkraft ist nur noch mit jener auf der Hinterseite des Mondes vergleichbar.
Wer heute zufällig die Gelegenheit hatte, der Dampfplauderei unseres Bildungsbeauftragten zu lauschten, müsste zum Schluss kommen, dass auch Christoph Wiederkehr um keinen Deut besser ist als Babler & Pröll. Latein und Altgriechisch abschaffen, KI-Kurse und digitale Bildung fördern - was soll man zu einem solchen Verblödungswahn noch sagen?
Was in dieser Verwaltungszentrale, an der außen ein Schild mit der Aufschrift "Bildungsministerium" hängt, geschieht, ist seit Jahrzehnten ein Verbrechen an unseren Kindern und Jugendlichen, zerstört ganze Generationen und raubt dem Land die Zukunft.
Das, was sich Wiederkehr im Bereich der Bildung leistet, ist für jeden, der noch in der Lage ist sinnerfassend zu denken, eine bodenlose Sauerei - wenn man ÖsterreicherInnen völlig verblöden lassen will, muss man sich allerdings nur beim Bildungsministerium melden.
In Österreich hat es nicht bloß den Anschein, nur noch Blinde würden uns die Farbe und das Licht erklären wollen; sollte sich hier nicht bald etwas ändern, wird es recht schnell ganz dunkel sein.
Dann werden allerdings jene, die dafür verantwortlich sind und in Österreich das Licht abgedreht haben, das Wort "der finsteren Zeit" bemühen und aus den "dunkelsten Kapiteln" unserer eigenen Geschichte erzählen.
Chr. Brugger
03/02/2026
