Wögingers Prozess
Wenn sich ein "Schwarzer" bei weiteren "Schwarzen" dafür verwendet, dass ein weniger geeigneter "Schwarzer" einen ganz bestimmten Staatsposten ausschließlich deshalb erhält, weil er ein "Schwarzer" ist und dafür, für diesen Posten besser Qualifizierte, die nicht "schwarz" sind, diskriminiert werden, ist das, zumindest für die "Schwarzen", kein Unrecht oder gar ein Amtsmissbrauch und erst recht keine Postenschacherei, sondern ein "Bürgerservice".
Für wie vertrottelt halten die "Schwarzen" eigentlich die ÖsterreicherInnen?
Was im Fall August Wögingers zufällig an die Oberfläche gespült wurde, ist nicht bloß die Spitze des berühmt berüchtigten Eisbergers, sondern vielmehr bittere Realität, die es als eine Spielart falsch verstandener Folklore in den letzten Jahrzehnten zum "Volksparteisport" gebracht hat.
In Wahrheit ist es, das sollten mittlerweile alle ÖsterreicherInnen wissen, so, dass speziell die "Schwarzen" ihre eigenen ParteigängerInnen mit Staatsposten versorgen, obwohl es dafür wesentlich fähigere BewerberInnen gäbe.

Quelle: https://www.profil.at/oesterreich/postenschacher-woeginger-innenministerium-finanzamt-polizei/403090886
Ob man das nun Amtsmissbrauch, Ämterpatronage, Freunderlwirtschaft oder Schädigung der staatlichen Verwaltung nennt, ist eigentlich einerlei; Tatsache ist, dass man mit dieser perfiden Haltung die staatlichen Institutionen schwächt und billigend in Kauf nimmt, dass das Vertrauen in die staatliche Verwaltung laufend weiter sinkt; und, so nebenbei, kostet diese "schwarze" Umtriebigkeit dem Staat auch noch Geld, das er in Form von Schadenersatzzahlungen an diverse "nicht schwarze Parteimitglieder", die zum Vorteil echter "Schwarzer" benachteiligt, geschädigt und diskriminiert wurden, in der Vergangenheit bereits zu bezahlen hatte – das PROFIL hat darüber im vergangenen Jahr recht ausführlich berichtet (https://www.profil.at/oesterreich/postenschacher-woeginger-innenministerium-finanzamt-polizei/403090886).
"Diskriminierung aufgrund der Weltanschauung" nennt sich das im Fachjargon; im "schwarzen" Selbstverständnis klingt das jedoch, viel "volksnäher", ganz einfach "Bürgerservice".
Die "Schwarzen" servicieren ihre "Schwarzen", schädigen und diskriminieren dadurch andere und daran soll es nichts auszusetzen geben?
Wenn dem so wäre, muss man Wöginger von aller Schuld freisprechen, sich bei ihm entschuldigen, für seine Bürger-Servicierung dankbar sein und ihn auch für die Verleihung des "Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande" vorschlagen, damit er sich nicht mit den in der Liste der Träger des "Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich" aufscheinenden Personen auf ein und dieselbe Stufe stellen oder vergleichen lassen muss.
Sollte aber jemand, wider Erwarten, anderer Meinung sein, dann müsste der scheinbar recht umtriebige "Gust" die volle Härte des Strafrechts zu spüren bekommen und all seiner politischen Funktionen verlustig werden.
Chr. Brugger
04/03/2026
