Zum Niedergang der SPÖ
Nicht nur den aufmerksamen politischen Beobachtern in diesem Land ist mittlerweile aufgefallen, dass sich die ehemalige "Großpartei" SPÖ vor allem in den letzten 2 ½ Jahren auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit befindet; was mit Viktor Klima begonnen hat, haben Alfred Gusenbauer, Werner Faymann, Christian Kern und Pamela Rendi-Wagner mehr oder minder fortgesetzt.
Als sich Viktor Klima 1999 aus der Politik zurückgezogen hat, lag die SPÖ bei 33,15%, nach dem Abgang Gusenbauers bei ca. 30%; Werner Faymann schaffte es auf rund 23% und Christian Kern lag bei seinem Abgang immerhin wieder bei "respektablen" 27%.

Quelle: https://image.puls24.at/images/hera_dyn_1344w_756h/6829540/85950011482788090_BLD_Online.jpg
Als Pamela Rendi-Wagner am 23.05.2023 ihren Abgang vollzog, lag die SPÖ in etwa auf dem "Kern-Niveau" bei ca. 27%; und danach wurde die SPÖ von Andreas Babler "übernommen"; der hat es in ca. 2 ½ Jahren zustande gebracht, die SPÖ bei ca. 17% "einzunorden"; Babler liegt also ca. 10% hinter Pamela Rendi-Wagner, die im SPÖ-internen Machtkampf gegen Hans-Peter Doskozil und ihm, Babler, unterlegen war.

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/umfragen/spoe-umfrage-rendi-wagner-vor-doskozil-und-babler/550593021
Wie, fragt sich der interessierte Österreicher, kann so etwas passieren?
Die Erklärung ist ebenso einfach wie einleuchtend: Bereits im Vorfeld des "Dreikampfes" um die "SPÖ-Vorherrschaft" war Meinungsumfragen zu entnehmen, dass eine SPÖ "unter" Babler Schiffbruch erleiden wird und mit Hans Peter Doskozil, vor allem aber einer Pamela Rendi-Wagner wesentlich besser abschneiden würde.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/spoe-oesterreich-doskozil-babler-1.5898619
Insofern sollte der Totalabsturz der SPÖ unter dem Ex-Bürgermeister von Traiskirchen keine Überraschung sein; das hätte man bereits im März 2023 wissen bzw. antizipieren können.
An dieser Stelle wäre die Frage zulässig, ob die Mehrheit der beim Parteitag vom 03.06.2023 anwesenden SPÖ-Mitglieder völlig verblendet oder betrunken waren bzw. mit psychischen Problemen ganz anderer Art zu kämpfen hatten; plausibel bzw. rational ist die Wahl von Babler nämlich nicht zu erklären; die "Excel-Pannen-Wahl" hat sich nachträglich also in doppelter Hinsicht als Pleite erwiesen; bei diversen SPÖ-Funktionären waren nicht einmal rudimentäre Grundkenntnisse beim Pflichtschulfach "Rechnen" vorhanden und der Kandidat, für den man sich mehrheitlich entschieden hat, war obendrein das "Schlimmste", was man der Partei hätte antun können.
Was am 03.06.2023 allerdings beinahe die Hälfte aller präsenten SPÖ-Funktionäre bereits erahnte, hat sich im Nachhinein als vollkommen richtig erwiesen: Andreas Babler ist kein "roter Messias", sondern ein Garant für den Ruin einer politischen Bewegung.

Quelle: https://www.diepresse.com/18944506/nehammer-und-babler-suchen-atmosphaerischen-austausch
Wer immer noch bzw. allen Ernstes annimmt, mit Babler könne man auf einer politischen Bühne, die sich außerhalb des Gemeindegebietes von Traiskirchen befindet, reüssieren, wird sich spätestens bei den nächsten Wahlen live ansehen können, welch fatalem Irrtum er unterlegen ist; sollte "Andi" Babler am "Ruder" bleiben dürfen, wird er das Schicksal von Karl Nehammer erleiden; mit dem "McDonalds-Maskottchen" an ihrer Spitze hat die ÖVP bei jeder Wahl verloren, die in dessen unrühmlicher "Ära" stattgefunden hat.

Quelle: https://www.heute.at/s/spoe-star-tritt-bei-noe-wahl-an-will-gehalt-spenden-100248808
Nicht nur im "politischen Versagen" sind Parallelen zwischen Babler und Nehammer erkennbar; beide haben es, mit recht "bemerkenswerten" bzw. pseudowissenschaftlichen Abhandlungen, an der Donauuniversität Krems zu "akademischen Ehren" (MSc) gebracht; Babler hat dabei über "Medien, Strategien und Kommunikation in Arbeitskämpfen am Beispiel der Semperit Traiskirchen" geschrieben, Nehammer über die "Strategie und politische Kommunikation der Volkspartei Niederösterreich im Landtagswahlkampf 2013"; wer es sich antut bzw. zumuten will, diese beiden, "bestsellertauglichen" Werke zu "studieren", könnte allenfalls zur Erkenntnis gelangen, dass es zwischen der politischen "Strahlkraft" der beiden "Autoren" und dem "wissenschaftlichen" Gehalt ihrer Arbeiten auffällige Parallelen gibt – die Bewertung der korrelierten Paramater läuft auf "letztklassig" sowie "bedeutungs- und wertlos" hinaus …
Chr. Brugger
23/11/2025
