Belgien sei Dank
Was das kongeniale Komiker-Duo Donald Trump & Gianni Infantilo in den letzten Tagen auf der internationalen Kabarett-Bühne aufgeführt haben, sucht seinesgleichen vergebens; der US-Präsident interveniert erfolgreich beim FIFA-Präsidenten, damit ein gesperrter Spieler der USA im WM-Viertelfinale gegen Belgien zum Einsatz kommen kann.
Donald Trump leugnet seine Intervention gar nicht; Gianni Infantilo hat aber nichts anderes zu tun als darauf zu verwiesen, er hätte keinen Einfluss auf "seine" Gremien ausgeübt.
Gianni Infantilo, respektive die FIFA, entspricht dem US-präsidialen Wunsch und plötzlich ist Folarin Jerry Balogun, vereinsmäßig seit 3 Jahren in Diensten von AS Monaco, wieder spielberechtigt.

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Die Fußballwelt echauffiert sich, es wird sogar darüber gemutmaßt, dass der "allmächtige", US-amerikanische "Friedensapostel" Trump versuchen würde, sein Land mit widerwärtig-unlauteren Methoden zum WM-Titel zu verhelfen.
Trump & Infantilo haben die Rechnung aber ohne die "roten Teufel" aus Belgien gemacht; Kapitän Youri Tielemans & Co haben am Platz mit einem klaren 4:1 "die Zeche bezahlt" und dadurch den "Stars and Stripes" eine frühzeitige Sommerpause ermöglicht.
Die WM-Titel-Frage der US-Amerikaner "Why not US" wurde ebenso beeindruckend wie deutlich beantwortet: Charles De Ketelaere, Hans Vanaken & Romelu Lukaku haben die US-Amerikaner aus dem WM-Turnier geschossen und damit, vor den Augen der gesamten Fußball-Welt, den mutmaßlich korrupten Interventionismus Trumps "gerächt".
Die Frage, die allerdings unbeantwortet bleibt, ist eine ganz andere: Wie kann es sein, dass zwei präsumtive Narzissten in der Lage sind, eine Fußballweltmeisterschaft mit dermaßen ekelig-perfiden Methoden beeinflussen zu wollen?
Dabei kann man den US-amerikanischen Wählern kaum den Vorwurf machen, sie hätten sich bei der Wahl zwischen "Pest & Cholera" falsch entschieden; dass bei den US-Wahlen systemimmanent das Schlimmste passieren kann, wissen die Amerikaner seit Jahrzehnten; denn auch bei Joe Biden, Barack Obama & George W. Bush konnten sie optional nur zwischen Skylla und Charybdis navigieren.

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Anders ist es allerdings beim infantilen FIFA-Despoten – bei dem könnte man die geplante Wiederwahl im nächsten Jahr verhindern; so weit wird es allerdings nicht kommen; seine neuerliche Wahl zum FIFA-Präsidenten ist dank der Stimmen aus Afrika (54), Südamerika (10) und Asien (46) längst in "trockenen Tüchern"; eine Unterstützung aus Europa oder Nordamerika wäre daher gar nicht mehr erforderlich.
Bliebe noch, wie bei Amtsvorgänger Sepp Blatter, eine Suspendierung wegen eines Verstoßes gegen den sog. FIFA-Ethikkodex; dafür wäre es allerdings notwendig, Gianni Infantilo Korruption, Amtsmissbrauch oder andere schwere Pflichtverletzungen nachzuweisen; ob das gelingt, wird man in den nächsten Monaten sehen; erwartbar ist das allerdings nicht.
Am Ende bleibt bei diesem infantilen "Affentheater" nur noch: Danke Belgien, danke dafür, dass die regelbasierte Ordnung zumindest am "grünen Rasen" wieder hergestellt wurde … außerhalb der Stadien wird sich aber an der infantilen Gigantomanie nichts ändern; beim nächstjährigen FIFA-Kongress im marokkanischen Rabat wird es für Infantilo vermutlich gar keinen Gegenkandidaten geben und man wird ihn durch Akklamation im Amt bestätigen - damit es so weitergehen kann, wie bisher.
Chr. Brugger
07/07/2026
