Deutschland & die Niederlande fliegen nach Hause

30.06.2026

Die WM der "Superlative" befindet sich in der entscheidenden Phase; es liegen bereits 72 "Gruppenspiele" hinter uns – in der, man kann es nicht anders bezeichnen, "Aufwärmrunde" dieser WM haben damit bereits mehr Spiele stattgefunden als bei der gesamten Winter-WM in Katar.

Durch den geänderten Spielmodus haben es auch Mannschaften in die K.o.-Phase geschafft, die dort, so könnte man meinen, an und für sich nichts verloren hätten.

Quelle: https://www.instagram.com/larissariquelme/ (Screenshot)

Wenn man sich allerdings die Ergebnisse der ersten K.o.-Spiele ansieht wird klar, dass sich nicht zwingend immer die vermeintlich bzw. "am Papier" Besseren durchsetzen müssen; insofern hat diese XXXL-WM auch ihr "Gutes": Favoriten duellieren sich auch in der entscheidenden Phase der WM teilweise noch mit Außenseitern; und in einem Spiel, das nach 90 Minuten plus Nachspielzeit sowie allfälliger Verlängerung samt Elfmeterschießen entschieden wird, ist zwar dem Zufall nicht Tür und Tor geöffnet; dafür steigen die Chancen auf die eine oder andere Überraschung aber enorm.

Nun ist zwar der Erfolg nicht immer mit der Spielstärke vereinbar bzw. der Triumph noch weniger mit dem Können in Einklang zu bringen; genau diese Diskrepanzen machen aber den Fußball so interessant und speziell diese WM so attraktiv: Während in Deutschland die Fahnen auf Halbmast wehen, findet zeitgleich in Paraguay ein nationaler Feiertag statt; das "völlig losgelöste" Team von Julian Nagelsmann, für den längst "der Countdown läuft", kann, "gründlich durchgecheckt" und "völlig schwerelos", in Richtung Heimat "abheben".

Für die Spieler von Gustavo Julio Alfaro sowie die fußballverrückte paraguayische Bevölkerung geht die "mbarete Farra" allerdings weiter und "Super-Fan" Larissa Riquelme darf, zumindest bis zum nächsten Spiel, das tun, was sie seit mehr als 15 Jahren scheinbar am besten kann – sich selbst inszenieren und damit zumindest die männlichen Fußball-Anhänger begeistern …

Quelle: https://x.com/playpool147/status/2068303121684856870/photo/1 (Screenshot) 

Wenig zu feiern haben seit heute die niederländischen Fußballfans; ihre favorisierte "Elftal" wurde im "Estadio BBVA Bancomer" (Guadelupe, Monterrey, MEX) im Beisein von mehr als 50.000 Zusehern von den "Atlas-Löwen" bereits zum Frühstück verspeist; der dreifache Vize-Weltmeister (1974, 1978, 2010) ging zwar, wenn auch unverdient, in Führung, musste aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich hinnehmen; Justin Kluivert, Quniten Timber & Crysencio Summerville scheiterten im Finish mit ihren Elfmetern kläglich.

Es bleibt abzuwarten, was sich in den nächsten Tagen ereignen wird; "Sensationen" sind jedenfalls nicht ausgeschlossen; völlig offen sind die "Duelle" Elfenbeinküste vs. Norwegen, Mexiko vs. Ecuador, Belgien vs. Senegal sowie USA vs. Bosnien-Herzegowina; ganz klar und damit "anfällig" für handfeste Überraschungen ist die Ausgangsposition bei den Spielen Frankreich vs. Schweden, England vs. Kongo und Spanien vs. Österreich.

Quelle: https://x.com/playpool147/status/2069218212844384315/photo/1 (Screenshot)

Bei aller Sympathie für die schwedischen Fans – gegen Frankreich wird auch bei den "Tre Kronor" die letzte Stunde schlagen; alles andere als ein klarer Sieg der Franzosen ist kaum denkbar; auch den "Leoparden" aus dem Kongo wird bei ihrem WM-Sprint die Luft ausgehen; dafür sind die "drei Löwen" einfach zu stark und ausdauernd.

Ähnlich wie bei den "Leoparden" ist die Ausgangssituation bei den rot-weiß-roten "Bundesadlern"; sie müssen der gefürchteten "Furia Roja" entkommen und nur danach trachten, nicht gänzlich gerupft und sohin splitternackt in die Heimat zurückkehren zu müssen; ein Sieg gegen "Rodri" & Co gilt als "nahezu ausgeschlossen".

Klar ist aber auch: Die Schweden, Kongolesen & Österreicher haben absolut nichts zu verlieren; jedes passable Ergebnis wäre ein Erfolg, jeder Treffer eine Überraschung und jeder Sieg ein Wunder; allein, Wunder gibt es, das hat schon Katja Ebstein gesungen, immer wieder; im Falle Österreichs wäre es allerdings das zweite binnen 5 Tagen und das wäre dann doch des Guten etwas zu viel.

Chr. Brugger

30/06/2026