Ein ungleiches Duell – Österreich chancenlos
So groß die Erwartungshaltung der österreichischen Fans auch gewesen sein mag; das Team von Ralf Rangnick hatte beim gestrigen Spiel gegen den Titelverteidiger zu keinem Zeitpunkt eine realistische Chance; wer in 90 Minuten + Nachspielzeit ein einziges Mal, und das auch nur recht "lauwarm", den gegnerischen Tormann prüft, muss sich keine Gedanken darüber machen, ob er ebenbürtig war oder sich gar einen Punkt verdient hätte.
Es liegt zwar in der Natur der Sache, dass Teamchef Ralf Rangnick und Kapitän David Alaba nach dem Spiel versucht haben, die Leistung des ÖFB-Teams besser zu reden als sie in Wirklichkeit war; Tatsache ist nur, dass Österreich Argentinien in allen Belangen unterlegen war und "verdient" mit 0:2 verloren hat; und die "Ausrede", Lionel Messi hätte den Unterschied ausgemacht, grenzt an Realitätsverweigerung; das südamerikanische Kollektiv war den Österreichern in allen denkbaren Belangen haushoch überlegen; es war insofern ein ungleiches Duell.

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Welche Chancen Österreich herausgespielt haben will, wie u.a. Nicolas Seiwald das vermeint hat, war zumindest in der TV-Live-Übertragung nicht zu sehen; und die sinnbefreiten Lamenti, Messi hätte gar nicht mitspielen dürfen, weil er im Spiel gegen Algerien eine rote Karte bekommen hätte müssen, zeigt die argumentative Hilflosigkeit beim Versuch, eine verdiente Niederlage erklären zu wollen.
Auch die nicht enden wollenden Hinweise darauf, vor dem ersten Tor der Argentinier hätte der VAR eingreifen und dem Schiedsrichter ein Foul an Xaver Schlager signalisieren müssen, sind nicht minder naiv wie peinlich; am Ende des Tages werden wir vermutlich nicht gegen Argentinien oder Messi, sondern gegen den ägyptischen Schiedsrichter Amin Mohamend Omar verloren haben …

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Die Leistung der Österreicher war so, wie sie zu erwarten war: Bieder, brav und unbedarft; ohne einen ernst zu nehmenden Angreifer und ohne Offensive bzw. einen Hauch von Kreativität aus dem Mittelfeld kann man gegen einen Gegner wie Argentinien nichts gewinnen; und das taktische Verhalten vor den beiden Gegentoren war dermaßen sorglos wie amateurhaft, dass man sich nur wundern kann.
In Summe kann jenes Personal, das Ralf Rangnick zur Verfügung hat, zwar mit den besten Teams irgendwie mithalten; für den großen "Wurf" sind aber Spieler wie Michael Gregoritsch, Xaver Schlager, Nicolas Seiwald, Kevin Danso, Romano Schmid oder Stefan Posch schlicht zu "wenig"; Anlass zur Hoffnung geben ganz sicher Carney Chukwuemeka und Paul Wanner, wohingegen die besten Tage von David Alaba & Marko Arnautović längst gezählt sind.
Österreich hat jetzt genau jene Situation, die man sich vermutlich am aller wenigsten gewünscht hätte: Am kommenden Sonntag, im letzten Gruppenspiel gegen Algeriens "Wüstenfüchse", droht das vorzeitige WM-Aus; bei einer Niederlage gegen die Mannschaft von Vladimir Petković ist Österreich auf fremde "Schützenhilfe" angewiesen; für das Erreichen des zweiten Gruppenplatzes genügt aber, das ist die "gute" Nachricht, bereits ein Unentschieden; ob das allerdings im Sinne Österreichs ist, wage ich zu bezweifeln – der Gegner in der nächsten Runde wäre dann vermutlich der amtierende Europameister Spanien; und das dürfte dann abermals "eine Nummer zu groß" für AUT sein; eine Niederlage gegen Algerien zu "riskieren", um die Spanier zu "vermeiden", könnte unliebsame Folgen haben … für Algerien wäre ein Remis daher vermutlich "segensreich" bzw. eine späte Revanche für die sportliche Sauerei bzw. "Schande von Gijon" am 25.06.1982.
Bei WM-Spielen unseres Teams dürfen scheinbar auch Politiker nicht fehlen; gestern gab sich Christian Stocker die "Ehre".

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Seine Zauberformel 2-1-0 zeitigt nicht bloß in der Politik laufend die falschen Ergebnisse; auch im Fußball wurde sie entzaubert; besonders bitte ist auch die Tatsache, dass es die "Presseabteilung" Stockers nicht einmal schafft, ein Posting auf "Instagram" fehlerfrei auf die Reihe zu bekommen; 10 Mitarbeiter bringen nicht einmal einen "geraden" deutschen Satz zu Papier; was des Kanzlers Show-Ausflug gekostet hat, werden wir in den nächsten Wochen erfahren - billig wird er, im Unterschied zur peinlichen Stocker-Polit-Skurrilität, nicht gewesen sein; die Steuerzahler werden es dem ÖVP-Obmann aber sich danken ...
Chr. Brugger
23/06/2026
