Endlose Pfuscherei
Probleme sind, so banal das klingen mag, nur dazu da, um gelöst zu werden; bei unserer "erlauchten" Bundesregierung ist es aber völlig anders; für sie sind Probleme nur dazu da, um über sie so lange zu reden, bis sie so groß sind, dass sie nicht mehr lösbar sind.
In der Öffentlichkeit entsteht durch dieses, auf fachliche Inkompetenz zurückzuführende, klägliche Scheitern in allen Belangen der bleibende Eindruck, dass man der eigenen Regierung weder ver- noch etwas zutrauen kann; die Mitglieder dieser Bundesregierung werden, nicht zuletzt ob dessen, nur noch als Dilettanten, Versager und Dumpfbacken gehandelt – so ziemlich das Dümmste also, was der "Markt" zu bieten hat.
Um vom eigenen, kläglichen Scheitern abzulenken haben es sich Stocker, Babler, Meinl-Reisinger & Co zur Angewohnheit gemacht, immer anderen die Schuld zu geben, um dadurch ihre Verantwortung loszuwerden.

Für die wirtschaftliche Talfahrt des Landes sind die Russen sowie die Sperre der Straße von Hormus verantwortlich; für das finanzielle Desaster der Republik ist die Vorgängerregierung zuständig; für die notwendigen aber ausbleibenden Maßnahmen zur Restrukturierung des Landes fehlt das Geld, wofür wiederum jene verantwortlich zeichnen, die jahrelang dem Motto "koste es, was es wolle" gefrönt haben – allein, Karl Nehammer ist mittlerweile "Banker", Magnus Brunner EU-Kommissar und Sebastian Kurz, zumindest dem Vernehmen nach, gar Milliardär.
Die notwendigen Reformen bleiben deshalb aus, weil sich die einzelnen Bundesländer nicht "fügen" und nur die eigenen Interessen vertreten.
Es hat daher nicht bloß den Anschein, als würde jetzt nur noch "der letzte Rest vom Schützenfest" am Hornberger Schießen teilnehmen – Friedrich Schillers "Räuber", Thomas Manns "Herr und Hund" sowie Hannah Arendts "Macht und Gewalt" lassen höflich grüßen …
Nun, beim Hornberger Schießen hat sich auch nichts ereignet; es ist alles nur im Sand verlaufen und auch diese Regierung wird "mit langer Nase" abziehen müssen.
Was danach kommt, steht in den Sternen; man müsste also Astrologe sein, um erahnen zu können, wie es nach Stocker, Babler & Meinl-Reisinger weitergeht; das Erfreuliche daran ist bloß, dass Stocker & Babler mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor den nächsten Nationalrats-Wahlen abgeschossen bzw. ausgetauscht werden und die NEOS aus dem Nationalrat "fliegen"; damit wären die größten "Pfuscher" zumindest schon einmal beseitigt; das Problem daran wiederum ist aber, dass es ja einen Grund dafür geben muss, warum diese unsägliche Trias überhaupt am Werk sein kann – üblicherweise befinden sich an den Parteispitzen die Besten einer jeden politischen Bewegung; wenn Stocker, Babler & Meinl-Reisinger aber die "Besten" sein sollen, dann muss man sich mit der Frage beschäftigen, was uns erst nach denen blüht; wer dächte, es könnte nicht noch schlimmer kommen irrt sich daher vermutlich gewaltig.
Die personelle Talsohle ist bei weitem noch nicht erreicht; in diesem Land kann scheinbar jeder X-Beliebige Bundes- oder Vize-Kanzler werden, jeder bzw. jede Außenministerin spielen, sich Staatssekretär oder gar Minister nennen – selbst wenn man diese Posten verlosen würde, käme dabei nichts Schlechteres heraus als das, was wir seit mehr als einem Jahr zu sehen bzw. zu hören bekommen: Nicht enden wollende Pfuscherei - in Österreich boomt nur der Pfusch ...
Chr. Brugger
22/08/2026
