Es braucht Sie niemand, Herr Stocker!

24.05.2026

Als Christian Stocker, damals Generalsekretär der österreichischen "Verlierer Partei" (ÖVP), am 11.12.2024, an Herbert Kickl (FPÖ) gerichtet, meinte, "es ist auch so, dass Sie in dieser Republik niemand braucht; es will Sie niemand haben", konnte er vermutlich noch nicht ahnen, dass diese Aussage schon wenige Monate später zumindest auf ihn selbst zutreffen würde.

Quelle: https://ww.msn.com/de-at/nachrichten/other/kanzlerfrage-babler-von-meinl-überholt-kickl-klar-voran/ar (Screenshot)

Während Herbert Kickl in der Bevölkerung breites Vertrauen genießt, sind die Beliebtheitswerte von Stocker katastrophal; noch zu keinem Zeitpunkt in der zweiten Republik waren für den Chef einer "Regierung" schlechtere Werte zu verzeichnen; Stocker markiert insofern, Potenzial nach unten ist noch reichlich vorhanden, seit Monaten den politischen Tiefpunkt der Republik – Herr Stocker, könnte man sagen, "es ist auch so, dass Sie in dieser Republik niemand braucht; es will Sie niemand haben".

Nun müsste jemand, der in den Rohdaten zur Kanzlerfrage gerade noch "zweistellig" ist, dem die absolute Mehrheit der ÖsterreicherInnen nicht vertraut und dem Persönlichkeitswerte attestiert werden, für die sich ein Großteil der Bevölkerung schämen würde, eigentlich selbst realisieren, dass er in diesem Land weder etwas bewegen, noch in Zukunft etwas zustande bringen kann – das Land beurteilt Stocker, Woche für Woche, als wäre er ein Totalversager, jemand, dem man misstrauen muss und der für den katastrophalen Zustand das Landes verantwortlich zeichnet.

Bei Stocker kommt, ebenso wie bei seinen "Amtsvorgängern" Nehammer & Schallenberg, erschwerend hinzu, dass ihn noch nie jemand gewählt hat oder wählen konnte; weder Schallenberg noch Nehammer oder Stocker haben sich vor ihren Funktionsübernahmen einer nationalen Wahl gestellt – personeller Notstand hat sie in ihre Ämter gespült und diese morbide Beliebigkeit spiegelt sich in dem wider, was sie tun oder getan haben – es ist ganz einfach eine logische Folge grenzen- wie heilloser Überforderung: Nehammer & Schallenberg waren und Stocker ist dem Amt nicht gewachsen.

Das Volk hat im Kollektiv meistens ein gutes Gespür dafür, ob es ihre Verwalter "können" – bei Stocker und seinem "Team" ist das Verständnis der Bevölkerung klar: Stocker, Babler & Meinl-Reisinger jedenfalls "können" es nicht – es will sie niemand, es braucht sie niemand und am Ende des Tages müssen sie daher schon jetzt mit einer vernichtenden Bilanz rechnen.

Rund 80% der WählerInnen sind mit dem "Team Stocker" bereits jetzt nicht zufrieden; den NEOS droht der Abflug aus dem Nationalrat, der SPÖ die Rolle einer Kleinstpartei und die ÖVP muss froh sein, wenn sie nach der nächsten Wahl den Steigbügelhalter der FPÖ spielen darf.

Das "Spitzenpersonal" der "Regierungsparteien" ist personell, aber vor allem intellektuell nur noch mit dem Begriff "Schrottwert" zu taxieren; es fehlt an allen Ecken und Enden an Ideen, Inspiration, Durchsetzungskraft und einem Gefühl für das, was das Volk gerade jetzt benötigte.

Wer es sich selbst noch zumutet, "politische Diskussionen" in diversen Medien zu verfolgen, wird verstehen, was ich meine; wenn bereits solche "Figuren" wie Nico Marchetti, Klaus Seltenheim, Alexander Pröll oder Claudia Bauer bzw. Michael Schmidt & Elisabeth Zehetner "ausrücken" müssen, um das Versagen der "Regierung" zu erklären, ist an und für sich alles gesagt.

Quelle: https://dietagespresse.com/fuer-christian-stocker-weisses-haus-richtet-heute-public-viewing-ein/

Das alles kann eigentlich nicht ernst gemeint sein; man wähnt sich in einem nicht enden wollenden Albtraum, wacht schweißgebadet auf und stellt ernüchtert fest, dass man sich in Österreich befindet – Tag für Tag müssen die ÖsterreicherInnen dabei zusehen, wie sie von der Spitze ihrer eigenen Verwaltung aus nur noch gepflanzt, gedemütigt, belogen und hinters Licht geführt werden.

Noch ein Satz zur vielstrapazierten "Stärkung der Demokratie":

Wer die Demokratie in Österreich tatsächlich stärken und wiederbeleben will, müsste "nur" dem Parteienstaat samt dessen politisch gewollten Auswüchsen abschwören, sinnlos gewordene Ideologien über Bord werfen und sich endlich wie ernsthaft mit den zentralen Themen dieses Landes beschäftigen: Bildung, Gesundheit, Pflege, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft & soziale Gerechtigkeit; das alles bedingt aber einen radikalen Abbau der aufgedunsenen Verwaltung, die wiederum ihre hauseigene Opulenz parteipolitischer Frivolität zu verdanken hat.

Quelle: https://www.newsflix.at/s/ploetzlich-kanzler-wie-sich-christian-stocker-ins-neue-amt-quaelte-120095223 (Screenshot)

Hier beißt sich die Katze zwar in ihren eigenen Schwanz; solange man aber weder bereit noch willens ist, das eigene Land nicht noch länger als "Pfründnerversorgungsanstalt" im Sinne Max Webers zu missbrauchen und weiterhin "danach trachtet, an der Staatskrippe gefüttert zu werden", dem "Beamtenavancement" frönt, aus "persönlicher Parteigängerschaft" Nutzen ziehen will und eine "Dilettantenverwaltung durch Beutepolitiker" ermöglicht bzw. toleriert, ist das Land seinem Untergang geweiht.

Längst steht aber schon fest, dass Stocker, Babler & Meinl-Reisinger ihre, beinahe als historisch zu bezeichnende, Chance verspielt haben, aus ihrer "Schicksalsgemeinschaft" heraus Sinnstiftendes auf den Weg zu bringen; die Reaktion des Volkes ist daher umso verständlicher; diese "Regierung" hat es binnen Jahresfrist zustande gebracht, selbst die schrecklichsten Negativrekorde ihrer Vorhängerinnen noch zu toppen; das ist eine "Kunst", die erst einmal beherrscht werden will.

Chr. Brugger

24/05/2026