Jetzt wird es kompliziert …
Wir erinnern uns: Noch vor ein paar Wochen, die WM in den USA, Kanada und Mexiko hatte noch gar nicht begonnen, stand für den ÖFB, den Teamchef sowie dessen Spieler fest, dass man zumindest, um von einem Erfolg sprechen zu können, das Achtelfinale dieser, mit 48 teilnehmenden Nationen zu einer XXL-Show aufgeblähten, WM erreichen müsste; einen Tag vor dem letzten Spiel in der Gruppe J sieht alles ganz anders aus – Österreich muss selbst um das Erreichen des "Sechzehntelfinales" zittern; bei einer Niederlage gegen Algerien dürfen Rangnick & Co ihre "Zelte" im mondänen Santa Barbara an der Pazifik-Küste abbauen und nach Hause zurückkehren.

Quelle: https://use.ai/de (Screenshot)
Die besten 8 Gruppendritten werden nämlich mit solchen Kriterien ermittelt, die für Österreich selbst bei einer 0:1 Niederlage das WM-Aus bedeuten; Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore; mit drei Punkten, einer Tordifferenz von -1 und 3 erzielten Toren lägen derzeit nur die Schotten und Südkorea hinter uns; Bosnien-Herzegowina, Paraguay, Ecuador und auch die Schweden, der Senegal und der Iran liegen in dieser "Tabelle" vor uns; und 2 weitere Mannschaften (Kroatien u. Kongo) sollten uns in diesem Ranking noch überholen.
Damit ist, durch eigenes Verschulden bzw. schlechte Leistungen samt ebensolchen Ergebnissen, eine Situation entstanden, die das Spiel gegen die algerischen Wüstenfüchse tatsächlich zum Schicksalsspiel werden lässt; im letzten Spiel der Gruppenphase steht plötzlich ein einziges Team unter enormem Druck: Österreich …
Das "saublöde" Gerede davon, es wäre ein großer Vorteil vor dem letzten Spiel zu wissen, wie die anderen Gruppen ausgegangen sind, erhellt einmal mehr, wie naiv & dümmlich man in Österreich ist; aus einer vermeintlich komfortablen Situation ist eine veritable Malaise geworden; ein 0:1 gegen Algerien bedeutete das Ende aller Träume.

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Dass es so weit gekommen und für Österreichs Nationalteam unnötig kompliziert geworden ist, hat mehrere Gründe:
- Die bisherigen Leistungen des "Teams" waren schlicht zu wenig und geben kaum Anlass zur Hoffnung, gegen Algerien ein Remis zu erreichen
- Medial wird Österreich seit Monaten dermaßen outriert, dass man annehmen muss, Österreich könnte Weltmeister werden
- Es werden Erwartungen geschürt, denen man nicht nur in der letzten Zeit nicht gerecht werden konnte; man hat beim ÖFB und im ORF vergessen, dass wie nur einer von 48 WM-Teilnehmern sind und in der FIFA-Weltrangliste auf Rang 23 liegen
- Im Hochgefühl einer mit viel Glück überstandenen Qualifikation ist scheinbar in Vergessenheit geraten, warum wir an den letzten 6 Weltmeisterschaften nicht teilnehmen durften; wir waren dafür ganz einfach zu schwach
- Wir haben, wie bereits mehrfach beschrieben, keine adäquate oder konkurrenzfähige Offensive und auch keinen Spieler, der regelmäßig für Tore gut genug wäre; es fehlt hinten und vorne an Tempo, Technik & Dynamik; und kaum ein anderer WM-Teilnehmer hat dermaßen fehleranfällige Tormänner wie das ÖFB-Team
Insofern können wir nur darauf vertrauen, dass Rangnicks Spieler entweder am Sonntag zu absoluter Hochform auflaufen oder die Algerier nicht gewillt sind, unbedingt für die "Schweinerei" von Gijon Revanche nehmen zu wollen; mit einem "Unentschieden" wäre zwar beiden Teams geholfen – ob sich die "Wüstenfüchse" damit allerdings zufriedengeben, wage ich zu bezweifeln …
Chr. Brugger
27/06/2026
