Konsolidierung & Sanierung
Jeder einigermaßen vernunftbegabte Österreicher weiß, was Sanierung & Konsolidierung im Zusammenhang mit einem, zugegeben durchaus maroden, Staatshaushalt bedeuten; allein, unser Finanzminister von der SPÖ, Markus Marterbauer, hat von diesen Begrifflichkeiten scheinbar nicht den Funken einer Ahnung.
Wenn Marterbauer daher anlässlich seiner "Budgetrede" anhaltend davon spricht, man würde sanieren & konsolidieren, kann es mit seiner "Vernunftbegabung" nicht allzu weit her sein.

Quelle: https://www.agenda-austria.at/grafiken/budgetsanierung-der-bund-macht-weiter-zweistellige-milliardenschulden/ (Screenshot)
Das, was Markus Marterbauer verspricht, hat weder mit dem einen (Sanierung) noch dem anderen (Konsolidierung) etwas zu tun – es ist vielmehr das Gegenteil dessen; die Budgetpolitik von ÖVP, SPÖ & NEOS schreibt insofern nur weiter dort fort, wo ihre Vorgänger im Amt aufhören mussten: Staatsverschuldung, Staatsverschuldung und noch einmal mehr Staatsverschuldung …
Der "Hype" um Marterbauers "Trauerrede" ist weder verständlich noch gerechtfertigt; ein "großer Wurf" ist nur für jene erkennbar, deren geistiger Horizont sich nicht über Stockers Kabinetts hinaus erstreckt; man feiert anhaltend den Verlust des eigenen Verstandes; dadurch wird auch klar, warum plötzlich alles wie inflationär als "historisch" bezeichnet wird.
Wer sich die wirtschaftlichen Kennzahlen Österreichs ansieht dem wird rasch klar, dass Marterbauers Zahlenwerk nichts wert ist; es erweist sich als zukunftsvergessen, uninspiriert und völlig visionslos; der SPÖ-Minister arbeitet sich am Versagen von ÖVP & GRÜNEN ab und vergisst dabei darauf es besser machen zu wollen; ob es allerdings nur am Wollen oder doch auch am Können scheitert müssen anderen beantworten; Tatsache ist allerdings, dass Marterbauer & Co nicht bereit sind, sich jenen Reformen zu widmen, die für eine Restrukturierung Österreichs erforderlich wären.

Quelle: https://www.agenda-austria.at/grafiken/der-staat-steckt-in-der-zinsfalle/ (Screenshot)
ÖVP, SPÖ & NEOS arbeiten sich nur an sog. Orchideenthemen im Sinne von Belanglosigkeiten ab, bringen in den zentralen Bereichen Gesundheit, Soziales, Pensionen und Föderalismus absolut nichts weiter und feiern sich immer dann selbst ab, wenn sie es eben für sich oder ihre politischen Handlanger und Gesinnungsgenossenschaften für notwendig erachten.
Jeder Trottel weiß, dass höhere Einnahmen nicht dazu führen können, dass die Schulden laufend noch größer werden – allein, die Regierung weiß das scheinbar nicht; jeder Trottel weiß, dass unser Pensionssystem aufgrund der demographischen Entwicklung kollabieren wird – allein, die Regierung ignoriert das; jeder Trottel weiß, dass uns Gesundheits- und Sozialsystem aus den Fugen geraten ist – allein, die Regierung verweigert sich den notwendigen Reformen.
Wie weit wollen wir noch absinken, ehe sich auf Regierungsebene jemand dazu durchringen kann, etwas gegen unseren eigenen Verfall zu unternehmen?
Wartet man auf ein Wunder, ein Zeichen Gottes, Godot oder nur noch darauf, dass uns "fremde Mächte" übernehmen?
Worauf wartet man tatsächlich?

Quelle: https://www.agenda-austria.at/grafiken/18-milliarden-mehr-pensionen-und-gesundheit-treiben-das-defizit/ (Screenshot)
Größer als das Misstrauen der Bevölkerung gegen die Regierenden ohnehin schon ist, kann es kaum noch werden – insofern hätten Stocker, Babler & Meinl-Reisinger kaum etwas zu befürchten; sie unterlassen es aber dennoch zu handeln – und das indiziert bzw. legt nahe, dass sie es weder können noch wollen.
Chr. Brugger
15/06/2026
