Neuer zum WM-Finale eventuell fit
Wie das bundesdeutsche Satire-Magazin "Postillon" berichtet, könnte die lebende Torwartlegende Manuel Neuer eventuell bis zum Finale der diesjährigen Fußball-WM fit werden; die sportlich-hausgemachte Posse rund um den im Nationalteam vor 2 Jahren zurückgetretenen Bayern-München Torwart erregt in Deutschland die Gemüter; kaum jemand kann verstehen, dass einem 40-jährigen, verletzungsanfälligen Spieler die Aufmerksamkeit der öffentlichen Sportwelt zuteilwird, während sich die bisherige Nummer 1, Oliver Baumann, weder etwas zuschulden kommen noch sportlich etwas "anbrennen" ließ.

Quelle: https://www.oefb.at/oefb/News/Nationalteam-WM-Kader (Screenshot)
Die Deutschen haben insofern ein Luxusproblem, das wir Österreicher gerne hätten: 2 Torhüter (wenn beide fit sind) auf internationalem Niveau; bei uns ist das etwas anders; unsere 3 aufgebotenen Goalies sind, um es nicht allzu drastisch zu formulieren, im besten Fall Mittelmaß und vom Leistungsniveau eines Neuer oder Baumann meilenweit entfernt; von "Größen" wie Thibaut Courtois, Alisson Becker, Gregor Kobel, Unai Simón, Mike Maignan, Diogo Costa, Bart Vergruggen oder Emiliano Martinez soll – im Vergleich zu Alexander Schlager, Florian Wiegele u. Patrick Pentz – aus Gründen sportlicher Fairness erst gar nicht die Rede sein.
Österreich hat, ob das jemand hören will oder nicht, ein veritables wie unlösbares Torwart-Problem; Schlager, Wiegele & Pentz sind nicht das, was man als sicheren Rückhalt bezeichnete bzw. benötigte, um auch bei einer WM reüssieren zu können; man kann zwar dieses Problem "klein reden", gelöst ist es damit aber noch lange nicht.
Selbst noch größere Außenseiter als Österreich (Tschechien, Senegal, Costa Rica oder Slowenien) verfügen mit Lukáš Horníček, Edouard Mendy, Keylor Navas und Jan Oblak über hervorragende "Einser", die Spiele zugunsten ihrer Teams auch allein entscheiden können; bei uns in Österreich muss man aber schon froh sein, wenn sich das eine oder andere Mal nicht durch einen Torwart-Fauxpas "zufällig" wieder ein Ball ins eigene Tor "verirrt".

Quelle: https://www.laola1.at/de/red/fussball/oefb-nationalteam/a-team/diashows/oefb-einzelkritik--die-noten-zum-selbstfaller-in-serbien/?page=2&utm_source=fromnews (Screenshot)
Ähnlich ist die Situation im Angriff – Österreich verfügt über keinen Stürmer von internationalem Format; auch hier wäre ein Vergleich mit den Besten der Szene unfair; Marko Arnautović hat seinen Zenit schon lange überschritten und fällt seit geraumer Zeit eher mit "launigen" Sprüchen auf, denn durch Leistungen.
Bei Michael Gregoritsch liegt seine respektable Zeit beim FC Freiburg bereits Jahre zurück; weder bei Bröndby IF noch dem FC Augsburg konnte der 32-jährige überzeugen; er war dort zuletzt eher geduldet als erwünscht.
Anlass zur Hoffnung gäbe allenfalls nur Saša Kalajdžić, der nach einer schweren Verletzung und durchwachsenen Zeiten in der Premier League wieder in Form gekommen ist; allein, seine Treffer in der heimischen Bundesliga sind kein Qualitätsmerkmal.
In kaum einem anderen Land würde das fußballerische "Niveau" von Arnautović, Gregoritsch & Kalajdžić ausreichen, um Teil eines WM-Kaders zu sein; dasselbe gilt für unser Torwart-Trio.
Das Resümee ist insofern ernüchternd – es hapert "vorne und hinten"; positiv ist nur, dass es "dazwischen" auch noch ein paar Spieler und vor allem Trainer Ralf Rangnick gibt; der wiederum ist insofern ein limitierendes Element, als es in der Fußballgeschichte noch nie einen Weltmeister gegeben hat, der von einem ausländischen Trainer betreut wurde – das aber sollte Österreichs kleinstes Problem sein.
Chr. Brugger
09/06/2026
