Schluss mit dem Lamento!
Mehr als 2 Monate nach dem Ausscheiden der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft der Herren bei der WM 2026 (0:3 gegen Spanien am 02.07.2026) beschäftigt sich Teamchef Ralf Rangnick scheinbar immer noch mir der "Ursachenforschung".
Die "Hauptursache" für das mäßige Abschneiden seines Teams sieht der Deutsche immer noch in der Auslosung; am "anderen Ast" wären die Chancen gegen Gegner wie die Schweiz oder Deutschland wesentlich höher gewesen und man habe ohnedies "nur" gegen Argentinien und Spanien, die beiden WM-Finalisten, verloren – also lag vieles, so Rangnick, am "fehlenden Losglück".

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Tatsache ist aber auch, dass Österreich gegen Argentinien und Spanien völlig chancenlos und auf höchstem Niveau nicht konkurrenzfähig war; gegen Jordanien zu gewinnen ist, ohne despektierlich klingen zu wollen, keine große Kunst und die Leistung gegen Algerien war grottenschlecht; dass Österreich überhaupt die Vorrunde überstehen konnte, war eher dem Zufall als der eigenen Leistung geschuldet.
Rangnicks Spieler waren bei dieser WM weder körperlich noch spielerisch "auf dem Punkt"; wenn "viele Spieler von ihrem höchsten Leistungsniveau zu weit entfernt gewesen sind", haben sie bei einer WM schlicht und einfach nichts verloren; und wenn "viele physisch nicht in der Lage waren, die es gebraucht hätte, um die nötige Leistung abzuliefern", dann sollte sich Rangnick nicht weiter um die (ohnedies unbeeinflussbare) Auslosung, sondern um die Fitness seiner Spieler sorgen – fehlende Fitness bei einer WM ist (auch) Chef- oder Stuffsache.
Wer "Spieler mit muskulären Problemen" zu einer WM mitnimmt, oder solche, die "zwar gesund, aber nicht match-fit" waren, der sollte sich schon auch selbst in Frage stellen; eine WM ist bekanntermaßen weder ein Familien- noch Golfausflug und was haben Frauen, Freundinnen sowie "Kind & Kegel" bei einem solchen Event verloren?
Natürlich kann man über solche "Freiheiten" bzw. Annehmlichkeiten diskutieren; Fakt ist nur, dass Österreichs Spieler mit der Situation in den USA völlig überfordert waren – und so haben sie dann auch gespielt.

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Wer die Teilnahme an einer WM mit 48 Mannschaften und nach 44 Jahren das Erreichen der Gruppenphase als Erfolg bezeichnet, der hat den Blick für die Realität verloren; diese "Erfolge" waren das Minimalziel und zu mehr hat es bei und mit diesem Team einfach nicht gereicht.
Wenn für Rangnick Marcel Sabitzer und Alexander Schlager, die aktuell bei ihren Vereinen ein Reservistendasein fristen, bei der WM unsere "Besten" waren, sollte man sich bei ÖFB auch über die "Kaderzusammenstellung" Gedanken machen.

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Zumindest an der Spitze des heimischen Fußball-Bundes sitzt mit Josef Pröll der hochkarätigste Experte des "runden Leders", den Österreich aufzubieten hat – insofern muss sich ganz Fußball-Österreich keine Sorgen darüber machen, ob wir uns für die nächsten Groß-Events qualifizieren; der "pausbäckige" Seppi sei ja, so heißt es, auf allen "Ebenen" erfolgreich und zudem auch noch recht "treffsicher".
Insofern wäre es keine große Überraschung, gäbe Pröll demnächst seine fußballerische Premiere just im Dress der Nationalmannschaft.
Teamchef Rangnick jedenfalls sollte endlich aufhören zu lamentieren und sich endlich mit der Zukunft beschäftigen; es spricht ja absolut nichts dagegen, es künftig besser zu machen bzw. tatsächlich für Furore und Erfolge zu sorgen; ob er dazu die passenden Spieler hat, wage ich zu bezweifeln ...
Chr. Brugger
15/09/2026
