Sehr viel Glück & reichlich wenig Verstand
Was sich das ÖFB-Team im Entscheidungsspiel heute gegen Algerien an Unzulänglichkeiten geleistet hat, ist – trotz des unverdienten "Happy Ends" – eine Schande; wer zweimal in Führung geht und sich wenige Minuten später ausspielen lässt, wie eine Schülermannschaft, der sollte sich mit der Frage beschäftigen, wie ernst es ihm ist, bei einer WM überhaupt dabei zu sein.
Einmal kann man einen Fehler ja machen, beim zweiten Mal wird es bereits bedenklich; wer aber in einem Spiel denselben Fehler dreimal macht, dem ist nicht mehr zu helfen; das Defensivverhalten von Alaba & Co war schlichtweg inferior und absolut WM-unwürdig; wenn 8 oder 9 Österreicher 3 Tore gegen 2 oder 3 Algerier nicht verhindern können, sondern regungslos dabei zugesehen wird, wie die "Wüstenfüchse" uns lächerlich machen, kann zumindest ich nicht verstehen, dass man hierzulande immer noch daran glaubt, es wäre ein neues "Wunder-Team" am Werk.

Quelle: https://www.oefb.at/oefb/Spiel/Spielbericht/3989535/?Algerien-vs-Oesterreich (Screenshot)
Ein Wunder ist es nur insofern, als die Österreicher ihre Koffer nicht schon heute, sondern erst am kommenden Donnerstag, packen müssen und sich dann endlich von der WM verabschieden; die bisherigen Leistungen der Rangnick-Truppe wären ganz einfach zu beschreiben: Schwach gegen schwache Jordanier, chancenlos gegen minimalistische Argentinier und inferior gegen eine "Durchschnittstruppe" aus Afrika.
Sollte daher die Binsenweisheit "mehr Glück als Verstand" noch eines Beweises bedurft haben, haben Alaba & Co ihn heute ganz spielerisch erbracht.
Nun kann man dem heutigen Spiel eine gewisse Kuriosität & Dramatik nicht absprechen; wenn man sich aber die Reaktionen der "Aktiven" anhört, muss man den Eindruck gewinnen, dass auch die Sentenz "die Dümmsten hätten das größte Glück" durchaus einen sehr realistischen Bezug zur Wahrheit aufweist.
Zu den Aussagen von Laimer & Co will ich mich hier nicht äußern; sie sprechen ohnedies für sich; was sich allerdings die Heerschar an ORF-Kommentatoren, Reportern & Experten wieder einmal geleistet hat, ist schlicht abnorm; Daniel Warmuth flippt völlig aus, gibt den billig-perversen "Edi Finger-Abklatsch" und überlegt ernsthaft, das "I werd narrisch" zu exhumieren, um sich dann doch für sein eigenes "Bist du deppert?" zu entscheiden – diesen "Quatsch" werden wir uns jetzt in den nächsten Jahren auch noch laufend anhören müssen.
Rainer Pariasek & Andreas Herzog hingegen spielen, wie immer, "Dick & Doof", albern gleich pubertierenden Sonderschülern herum, lassen jedwede "journalistische Sorgfalt" vermissen und sich selbst zu Zoten & abscheulichen Verballhornungen hinreißen.
Im Rat der "Experten" liefert Herbert Prohaska seinen berüchtigten Schmarrn ab, Andreas Ivanschitz kennt sich wieder einmal nicht aus und zum vollständigen "ORF-Abgesang" haben nur noch die Stimmen von Helge Payer, Roman Mählich & Michael Liendl gefehlt.
Was von keinem der Genannten erwähnt wurde: Dem vielumjubelten Ausgleichstreffer Österreichs ist eine mutmaßliche Abseitsposition von Michael Gregoritsch vorausgegangen – vom VAR wurde das, was sonst durchaus üblich ist, nicht überprüft; insofern darf zumindest Teamtrainer Rangnick erfreut feststellen, dass seine herbe Kritik am VAR bereits erste "Früchte" getragen hat.

Quelle: https://de.uefa.com/uefaeuro/match/54976--spain-vs-austria/lineups/ (Screenshot)
Es könnte aber auch so sein, dass der VAR sich absichtlich nicht gemeldet hat; hätte das Spiel mit 3:2 für Algerien geendet, dann wäre Österreich ausgeschieden und der Iran im "Rennen" geblieben; ein Schelm, wer, vor allem in den USA, Böses dabei denkt.
Sollte Österreich in den Sinn kommen, am Donnerstag gegen Spanien ähnlich zu performen wie heute, dann müsste man sich in der Halbzeit den Spaß erlauben, bei Anton Pfeffer anzurufen und ihn zu fragen, wie das Spiel am Ende ausgehen wird.
Prohaska & Pfeffer sind ja, wenn ich mich nicht täusche, seit dem 27.03.1999 die beiden Spanien-Experten schlechthin …
Chr. Brugger
28/06/2026
