Universitäten & Fachhochschulen - der nächste Scherz
Während Frankreich wegen der Probleme in Schulen seit Tagen "brennt", sind die Proteste der heimischen Studentinnen noch recht leise; in der "Grande Nation" haben sich die Krawalle längst über das Schulische hinaus ausgebreitet – sie werden auch für "politische Zwecke" missbraucht und vor allem von der "linken" Opposition für deren Stimmenmaximierung genutzt.
In Frankreich haben sich die Schul-Proteste längst zu einer "Abrechnung" mit der Regierung des unbeliebten Staatspräsidenten ausgewachsen; es geht schon lange nicht mehr nur um die Schulden, sondern um das Versagen der französischen Politiker.
Damit so etwas nicht auch in Österreich geschieht, sollte vor allem die zuständige Ministerin "in die Gänge" kommen und endlich ihrer Aufgabe gerecht werden; was Eva-Maria Holzleitner im universitären Bereich bislang "aufgeführt" hat, ist im besten Fall ein schlechter Scherz; zum einen hat sie, zumindest dem Anschein nach, von diesen Bildungsstätten weder strukturell, inhaltlich noch personell sehr viel Ahnung; zum anderen wäre eine Reform der niveaumäßig höchsten "Ausbildungsebene" indiziert; wo hierzulande heute überall "Universität", "Fachhochschule" oder "Akademie" draufsteht, ist der fachliche Gehalt oft erodiert bzw. gar nicht mehr vorhanden.

Quelle: https://www.ugoed.at/demo-vor-haupt-uni-wien/ (Screenshot)
Wenn Personen wie Karl Nehammer oder Andreas Babler einen "Master"-Abschluss vorweisen können, müssten alle Alarmglocken schrillen – wer deren "Master-Thesen" gelesen hat muss befürchten, dass hier eventuell die Bezeichnungen "Universität" und "sonderpaedagogisches Zentrum" verwechselt worden sein könnten.
Anstatt sich wochenlang über die Finanzierung zu unterhalten wäre es, dringender denn je, erforderlich, endlich die grassierende Fachhochschul-"Epidemie" in den Griff zu bekommen und die Universitäten dahingehend "ins Gebet" zu nehmen, ihren ureigensten Aufgaben nachzukommen; denn ein großer Teil der "Absolventen" ist am Arbeitsmarkt unbrauchbar; man hat den "leisen" Eindruck, Studierende würden sich mit ihrem "Studium" nur den Weg zum AMS ersparen oder vor der Arbeit drücken wollen; frei nach dem Motto "wer länger studiert wird später arbeitslos".
Wenn vor allem Universitäten ihr eigentliches Ziel im Sinne des für sie maßgeblichen Universitätsgesetzes 2002 erreichen wollen, benötigt es nicht bloß finanzielle Mittel, sondern klare Aufgabenstellungen; wie sollen Universitäten "verantwortlich zur Lösung der Probleme des Menschen sowie zur gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt beitragen", wenn dort vielfach nur "geistige Selbstbefriedigung" gelebt und gelehrt bzw. "betrieben" wird?

Quelle: https://www.oeh.ac.at/info/unisretten/
Der "Output" von Universitäten, vor allem aber der Fachhochschulen, reduziert sich, im Verhältnis zu den dafür aufgewendeten finanziellen Mitteln, zwar nicht gegen "Null".
Der Beitrag zu den vorgegebenen bzw. gesetzlichen Zielen ist aber dermaßen leicht überschaubar, dass man sich zumindest die Frage erlauben darf, ob und wie effektiv hier tatsächlich geforscht oder gelehrt bzw. gearbeitet wird.
Welche realen Beiträge leisten heimische Universitäten zu den zentralen Problemen der Menschen in Österreich?
Welche realen Beiträge leisten heimischen Universitäten zur gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft?
Solange diese Fragen nicht abschließend beantwortet sind, sollte man nicht laufend über die finanziellen Mittel reden oder diskutieren; wer vom Staat bezahlt wird, muss zumindest die gesetzlichen Aufträge erfüllen und nachweisen, was im Sinne der SteuerzahlerInnen an Positivem bewirkt wird; das sprichwörtliche "L´art pour l´art" ist klarerweise zu wenig und Selbstzweck keine Rechtfertigung.

Quelle: https:// www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/2026/news-im-mai-2026/universitaetsbudget-tausende-bei-protest-gegen-geplante-kuerzungen/
Das gilt, in ebendem demselben Maß, für alle Hochschulen dieses Landes; § 3 des Hochschulgesetzes ("Ziele und leitende Grundsätze") schriebe vor, dass zumindest eine "praxisbezogene Ausbildung auf Hochschulniveau" zu gewährleisten wäre und Fähigkeiten vermittelt würden, die den "aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Praxis" entsprechen sollten; davon ist man in Österreich aber dermaßen weit entfernt, dass diese recht hehren Ziele nicht einmal mehr mit einem Fernstecher erkennbar wären.
Chr. Brugger
19/10/2026
