Verwirrt, verkommen & verschroben

04.11.2026

Vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklungen erweisen sich die heimischen "Spitzenpolitiker" als absolute "Blindgänger"; anstatt sich um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu kümmern und jene "Dinge" zu tun, die sich die ÖsterreicherInnen von einer "Regierung" erwarten und die noch in derenrestlich verbliebener "Macht" stehen, fischen Stocker & Co nur noch im "Trüben" herum.

Der unbeliebte "Kanzlerdarsteller" weilt in China und will dort mit seinem "Amtskollegen" Xi Jinping über faire Handelsbeziehungen auf Augenhöhe sprechen; die äußerst fragwürdige Rolle Chinas im Krieg Russlands gegen die Ukraine will Stocker aber aussparen; mutig, kann man dazu nur sagen, äußerst mutig.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3305332/

Während Stocker also im "Land der Mitte" herumirrt, wird zuhause gerade sein "Lieblingsprojekt", das vielgerühmte "Zukunftsdepot", zerfleddert; all das, was u.a. von Stocker, Bauer (ÖVP), Schmidt (SPÖ) & Pramhofer (NEOS) vollmundig angekündigt wurde, erweist sich als "Flop" – Großeltern Paten, Tanten & Onkeln dürfen nämlich, entgegen allen Beteuerungen, nichts zu diesem "Depot" beitragen; also hat man entweder gelogen oder selbst gar nicht verstanden, was mit diesem absurden "Polit-Zuckerl" für Privilegierte bzw. besser Verdienende eigentlich beabsichtigt wird.

Quelle: https://www.instagram.com/p/DcOjnIeNtr8/ (Screenshot)

Parallel dazu delektiert sich ganz Österreich an der offen kommunizierten Demontage des marxistischen "Vize-Kanzlers"; die unbeliebte "besoffene Dumpfbacke" bzw. der "intellektuelle Tiefpunkt der 2. Republik" steht vor dem endgültigen, politischen "Aus"; kein BlaBla mehr mit Andi Babler also, der es während seiner "Amtszeit" mühelos & hochdotiert zustande gebracht hat, die hymnische Verszeile "vielgeprüftes Österreich" pejorativ zu konnotieren und so mit sich selbst in Verbindung zu bringen.

Und wer es sich gestern auch noch angetan hat, das Interview von Helmut Brandstätter (NEOS) auf oe24 mitzuverfolgen, dem dürfte heute klar sein, wer "uns" so aller auf der unionseuropäischen Ebene "vertritt"; völlig abgehoben und losgelöst von jedwedem Tatsachensubstrat wurde bei Isabelle Daniel darüber parliert, dass Europa sogar in der Lage wäre, den eklatanten Rückstand im Bereich von Sicherheit & KI wettzumachen.

Brandstätter führt dafür neben Nvidia-Chef Jensen Huang auch Roberta Metsola, die italienische EU-Parlamentspräsidentin, ins Treffen, die bei einem Aufenthalt in Stanford (Kalifornien) "gehört" haben soll, dass europäische Mitarbeiter wegen der Schulpflicht ihrer Kinder nach Europa zurückkehren wollten, was aber letztlich am fehlenden Kapitalmarkt(!) scheitere.

Nun wird in Europa über einen gemeinsamen Kapitalmarkt seit mehr als 12 Jahren "intensiv" verhandelt; das Ergebnis ist EU-idealtypisch, weil erschütternd und immer noch 0 ("null"); schuld daran sind, wenn es in der EU nicht nach den häufig abstrusen Vorstellungen Brandstätters geht, die jeweiligen Nationalsaaten, die seiner Ansicht nach noch immer nicht verstanden hätten, "dass wir zusammenarbeiten" müssen; eines dürfte Hr. Brandstätter dabei aber wohl übersehen haben: Sowohl die Mehrheit der EuropäerInnen als auch die Mehrheit unionseuropäischer Staaten wollen keine "Vereinigten Staaten von Europa".

Wer mehr Kompetenzen für das Europäische Parlament fordert, die EU-Kommission zu einer europäischen Regierung umfunktionieren will, einer "Verteidigungsunion" das Wort redet oder Russland weiterhin mit einer gemeinsamen Isolations- und Sanktionspolitik "besiegen" möchte, der ist entweder völlig naiv oder er leidet unter Realitätsverlust; man stelle sich bloß vor, Figuren wie Ursula von der Leyen oder Magnus Brunner hätten plötzlich in allen Nationalstaaten direkten Einfluss – ganz ehrlich: Lieber das enorme Risiko politischer Fehlleistungen ist durch 27 + X dividiert als auf ein paar wenige Taugenichtse komprimiert.

Wer überdies auch noch den "Leistungen" von Christoph Wiederkehr ein gutes Zeugnis ausstellt, sollte froh sein, bereits vor mehr als 60 Jahren heimische Schulen besucht haben zu dürfen; was Wiederkehr in Wien und jetzt im Bund aufgeführt hat bzw. immer noch veranstaltet, ist mit Bildung im klassischen Sinn nicht in Verbindung zu bringen.

Quelle: https://www.oe24.at/a/midterms-die-folgen-helmut-brandstaetter-im-interview-900129785 (Screenshot)

Wenn Kinder nur noch wie "Schulversuchskaninchen" behandelt werden und weder rechnen noch schreiben oder sinnerfassend lesen können, wird ihnen selbst die künstliche Intelligenz ganz Europas nicht dabei behilflich sein, ihr Leben unbeschadet zu überstehen.

Übrigens: Wahlverlierer Donald Trump hat heute seine Wahlniederlage bei den sog. "Midterms" unumwunden eingestanden und, entgegen der "Vorhersage" des "USA-Experten" Brandstätter, keinesfalls behauptet, "die Wahlen wären gestohlen"; mit seinem "wenn sie´s dann endlich begreifen" unterstellt der NEOS-Abgeordnete zudem weit mehr als der Hälfe der US-amerikanischen Wähler, was er von deren kognitiven Fähigkeiten hält – das muss man auch erst einmal zustande bringen.

Naturgemäß kennt sich ein Mann vom Format eines Helmut Brandstätter nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich bestens aus; dort könne, wenn es nach dem pinken Mandatar geht, ohnedies nur Édouard Philippe eine Stichwahl zwischen Marine Le Pen & Jean-Luc Mélenchon und damit das "Schlimmste" verhindern; aktuellen Umfragen zufolge hat allerdings der bereits als Premierminister gescheiterte Philippe nicht einmal gegen Mélenchon eine Chance und erst recht nicht gegen Marine Le Pen.

Es dürfte allerdings noch nicht bis zu Hr. Brandstätter durchgedrungen sein, dass es seinen französischen Gesinnungs- wie Fraktionsgenossen auf europäischer Ebene, den Anhängern der "Renaissance" von Emmanuel Macron, gelungen ist, Frankreich an den Rand des sozialen Kollapses heranzuführen und die "Grande Nation" dermaßen herabzuwirtschaften, dass es dort laufend zu Massenprotesten, Ausschreitungen, Plünderungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt; schuld sind daran, wie immer, links- und rechtsradikale Gruppierungen, aber nie und nimmer jene, denen Frankreich seinen desaströsen Zustand letztlich wie tatsächlich zu verdanken hat; jenen Heuchlern also, die sich selbst immer in der Mitte von Gesellschaften verortet bzw. angesiedelt sehen möchten; zumindest insofern unterscheidet sich Frankreich kaum noch von Deutschland oder Österreich; während in Deutschland die AfD für alles verantwortlich ist, muss in Österreich laufend die FPÖ "herhalten"; auf die Idee, dass für die Zustände in diversen Ländern Europas die jeweilige "Mitte" zuständig ist, die dort jahrzehntelang ihr Unwesen getrieben hat, sind Typen wie ein Helmut Brandstätter aber noch gar nicht gekommen …

Chr. Brugger

04/11/2026