Warten auf das Ende der 2. Republik
Die Protagonisten der heimischen Politik schreiben seit Jahren an einem "Werk", das für die StaatsbürgerInnen dieses Landes, sofern sie noch lesen können, deren eigenen Untergang beinhalten soll; ob dabei die Farbe der Tinte schwarz, türkis, blau, rot, pink oder grün ist, ist einerlei; unsere, durchaus demokratisch legitimierten, PolitikerInnen sind, ob bewusst oder unbewusst ist unklar, zu Totengräbern der 2. Republik verkommen.
Das Volk darf bzw. muss dabei zusehen, wie ihre eigenen bzw. von ihnen gewählten "Volksvertreter" den Staat begraben wollen; da die Staatskasse, dank umsichtig agierender Vollidioten, bekanntermaßen leer ist, dürfte es nur noch für ein Begräbnis zweiter Klasse reichen.
Die derzeit Amtierenden reiben sich Woche für Woche die Augen, können nicht glauben und, was keine Sensation ist, noch viel weniger verstehen, dass sie vom Volk verachtet werden und ihnen jedes Vertrauen entzogen wurde; nun will man, so ist zu hören, wieder mehr auf die "Leute" zugehen und verstehen lernen, was das "gemeine Volk" bewegt; dazu wolle man die Politik besser erklären, zumal die Diskrepanz zwischen "Regierenden" und "Regierten" kommunikativ erklärbar wäre.

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Wie vertrottelt und arrogant dieses Ansinnen doch ist – das Volk versteht die Politik, mit der es zu leben bzw. vorlieb zu nehmen hat, wesentlich besser als diejenigen, die dafür verantwortlich sind.
Die "abgehobene" und vom Volkswillen völlig losgelöste "Polit-Elite" hat immer noch nicht realisiert, dass das Volk längst den Widerstand gegen sie aufgegeben hat und nur darauf wartet, begraben zu werden; wer über Jahrzehnte hin von den größten Dodeln, die das Land aufzubieten hat, zu Tode "verwaltet" wird, gibt irgendwann auf; die Parteien-Demokratie hat sich in einen nepotistisch durchdrungenen Abschaum verwandelt, der die Staatsstrukturen unterwandert und ein Staatskarzinom hinterlassen hat, das selbst operativ oder chemotherapeutisch nicht mehr behandelbar ist.
Die "Staatsverwalter" leiden seit Jahr und Tag nicht nur an chronischer Prokrastination, sondern zeitgleich an einem psychotisch gewordenen Realitätsverlust, der weit über Eskapismus hinausgeht; sie sind emotional taub und selbstreflexiv blind.
Nun wäre dieser "Dauerzustand" der Alpenrepublik weniger dramatisch, befände sie sich in einem stabilen Umfeld; allein, das Umfeld in Form der Europäischen Union samt den heruntergewirtschafteten Mitgliedsländern Frankreich & Deutschland ist dem "Ende nahe"; was sich auf europäischer, deutscher oder französischer Bühne an "Personal" prostituieren darf, ist nicht minder entlarvend wie peinlich und eine Schande für den gesamten Kontinent.
Auch in Brüssel, Berlin & Paris regieren nur noch Dumpfbacken, in den Parlamenten dilettieren Abgehalfterte, in die Jahre Gekommene oder solche herum, für die es sonst keine Verwendung mehr gibt; was dieser "letzte Rest vom Schützenfest" beim täglichen "Hornberger Schießen" so alles aufführt, können alle "Europäerinnen" live miterleben.
Es ist absolut sinnlos geworden, sich zu den Zuständen in Österreich und Europa zu äußern; was sich bei uns u.a. auf der "Ministranten-Ebene" so alles abspielt wäre Anlass genug, den "Druck auf Wien" zu erhöhen und den Volkszorn eskalieren zu lassen; das Problem ist nur, dass politische Parteien verfassungsrechtlich geschützt und dadurch in der Lage sind, sich aus sich selbst heraus zu "erneuern"; die parteiliche Vetternwirtschaft ist nur noch mit der mythologischen Hydra zu vergleichen; wer diesem Unwesen den Kopf abgeschlagen hat konnte dabei zusehen, wie zwei neue Köpfe nachgewachsen sind; um, so wie Herakles, erfolgreich zu sein, bräuchte es einen Flächenbrand; den entfachen Europas "Beutepolitiker" aber ohnedies gerade selbst; die Polit-Pyromanen sind am besten Weg, einen ganzen Kontinent abzufackeln …
Chr. Brugger
18/09/2026
